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Der Sprung in den Berufseinstieg?

Interesse und Begeisterung für einen Job sollte schon in der Bewerbung deutlich werden
Ein Gespräch mit Freunden kann auf der Suche nach deiner Wunschausbildung auch helfen

Dass was dran ist an der Sache mit der Begeisterung, das kann auch Maximilian unterschreiben. Im Gegensatz zu seinem Bruder Florian hatte er auf dem Gymnasium kein Praktikum machen müssen. „Damals nicht, hinterher schon“, beginnt er etwas zögernd. Denn: „Eigentlich hab‘ ich ja auch gedacht: Egal, ich mach‘ mal Schule, aber dann bin ich wegen Französisch zwei Mal durch die zehnte Klasse gerasselt und das war’s dann.“

Einen Plan B zu haben, schadet nie

Einen Plan B gab es nicht, aber einen väterlichen Betrieb, in dem Maximilian Einzelhandelskaufmann lernen konnte. „Ich hab‘ von Anfang an gewusst, das wird nichts“, erzählt Maximilian jetzt. IT wäre ihm immer schon viel lieber gewesen als Damenbekleidung. „Ich hab‘ schon mit elf Programme am Computer geschrieben.“ Aber: „Dazu braucht man einen guten Schulabschluss und den hatte ich nun mal nicht.“

Ohne Praktikum in deiner Wunschbranche ist es oft schwierig eine Stelle zu finden

Nach vier Monaten schmiss Maximilian trotzdem hin und bewarb sich gezielt  in der IT-Branche. „Natürlich hat das nicht hingehauen, dann hab‘ ich mich halt nach Praktika erkundigt und durfte auch wirklich eines machen.“ Dabei ging es generell um IT-Technik. „Man kann aber auch Fachinformatiker machen oder IT-System-Elektroniker, das Fach wird dann wieder aufgeteilt in System-Integratoren und Anwendungsentwickler“, erzählt Maxi mit wachsender Begeisterung. „In dem Praktikum haben die in der Firma dann gesehen, dass ich was kann. Dann durfte ich noch ein Praktikum machen und hab‘ gefragt, ob ich mich bewerben kann. Antwort: ‚Im Normalfall nicht, aber…‘“

Wirkliches Interesse will der Arbeitgeber sehen

Dieses „Aber“ ist es, was nicht nur Maxis Arbeitgeber für ihn eingenommen hat. Auch Rosa Aman, Referentin für Aus- und Weiterbildung bei der Springer Transport Media GmbH, meint, dass ein wirkliches Interesse an dem Beruf oder der Branche, das man schon in der Bewerbungsmappe erkennt, ein Einstieg sein kann. „In unseren  Fachabteilungen sind Schülerpraktika auf­grund des hohen Betreuungsaufwands nicht so ideal, aber wenn der Bewerber einem klar macht, ich will diesen Beruf ergreifen, dann bemühen wir uns auch um eine Einsatzmöglichkeit.“

In dem Münchner Unternehmen werden im Normalfall Studierende und Studienabsolventen gesucht, die das halbjährige Praktikum in der Redaktion oder im Marketing als Praxiserfahrung oder als Berufseinstieg nutzen und dabei etwa an zeitlich begrenzten Projekten wie Studien oder Analysen mitarbeiten. „Auch wenn wir natürlich nicht alle Praktikanten später beispielsweise als Volontäre übernehmen können“, sagt Rosa Aman, „lohnt sich das Engagement, denn nach dem Praktikum finden die meisten Absolventen auch in anderen Unternehmen gute Stellen.“

Auch für Maximilian haben sich die Praktika gelohnt. Weil in seiner Firma gerade kein Ausbildungsplatz frei war, bekam er einen Vorvertrag und machte erst mal ein Berufsvorbereitendes Jahr an der Berufsschule. „Und jetzt lern‘ ich  IT-Systemelektroniker, das ist Mess- und Prüftechnik so richtig mit Löten und so. Wenn andere nicht mehr weiter wissen, schauen wir, was los ist. Die Teamarbeit ist toll, als ich angefangen habe, kannte ich ja schon alle. Wir reparieren nicht nur Computer, sondern auch Drucker. Sogar eine Kaffeemaschine hatten wir schon da.“

Dein Plan P
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