Anmelden: Deine Vorteile
  • Persönliche Stellensuche
  • Magazin kostenlos bestellen
Jetzt anmelden
 
Zwischen den Teilnehmern entstehen tolle Freundschaften.
Zwischen den Teilnehmern entstehen tolle Freundschaften.

Stuzubi: Was war für dich die größte Herausforderung am Kurs? Was hat dir besonders gefallen?

Melissa Löser: Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es gab schon einige Herausforderungen, aber die größte war für mich, das über sich selbst Herauswachsen, zum Beispiel den Mut haben, im Hochseilgarten mitzumachen. Aber auch Lernen mit Konflikten umzugehen oder längere Vorträge zu halten, war herausfordernd. Ein Vortrag ging beispielsweise eine Stunde, in dem jeder über sein Leben erzählen musste, was sehr persönlich war. Auch der Schweigetag im Kloster war nicht leicht. (lacht) Aber man wird generell zu nichts gezwungen und immer an die Hand genommen. Konflikte werden auch in die Gruppe getragen und dadurch auch durch die Gruppe getragen und gelöst.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist auch schwierig zu sagen. Eigentlich war jeder Tag besonders toll. Aber ich fand auf jeden Fall die Gemeinschaft sehr schön. Man ist als Gruppe wirklich sehr schnell und sehr stark zusammengewachsen, dadurch, dass man 24 Stunden am Tag fast miteinander verbringt, alles zusammen macht und das auch in einem sehr persönlichen und privaten Rahmen. Auch das abwechslungsreiche Programm hat mir gut gefallen, das war sehr vielfältig und jede Woche ist anders. Jede Woche gibt es einen anderen Stundenplan. Das ist immer anders. Und wir konnten die Inhalte der Kurse auch selbst mitsteuern, das war super. Dadurch konnten wir immer sagen, was uns wichtig ist zu machen. Außerdem waren die Inhalte immer sehr auf uns persönlich ausgerichtet. Im Fach Psychologie ging es zum Beispiel nicht um graue wissenschaftliche Theorie, sondern um die Themen, die uns persönlich betreffen: Wie gehe ich mit meinem Selbstwert um? Wie motiviere ich mich richtig? Wie sehe ich mich, wie sehen die anderen mich? Das wurde dann immer im Stuhlkreis besprochen und mit vielen Experimenten verbunden. Das war ein ganz anderes Lernen als in der Schule, wo man für irgendwelche Klausuren gelernt hat. Hier lernt man für sich.

Paul Wolf:
Eine Besonderheit ist bestimmt, dass wir mit bis zu 20 Leuten in einer WG zusammen wohnen. Was auf der einen Seite eine tolle Sache ist, ich habe dadurch viele tolle Freunde gefunden. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Herausforderung viereinhalb Monate in dieser WG zu wohnen.
Zwischendurch war es auch gar nicht so einfach, konkret an den Ideen fürs Studium zu arbeiten, da so viele spannende andere Dinge gemacht wurden, die Raum eingenommen haben.

Stuzubi: Ist Glaube für dich besonders wichtig?

Melissa Löser: Nein, ist er ehrlich gesagt nicht. (lacht) Ich bin nicht mal getauft. Das muss man aber auch nicht, um am Kurs teilzunehmen. Man sollte allerdings schon offen sein, sich damit auseinanderzusetzen, wie man selber zum Glauben steht. Ich fand diese Auseinandersetzung mit dem Glauben sehr gut, es ging nicht darum uns zu missionieren, es ging vielmehr darum, herauszufinden, was gibt einem Kraft im Leben, woran hält man sich fest und woran glaubt man. Das finde ich schon sehr interessant, auch wenn man nicht an eine bestimmte Religion glaubt.

Paul Wolf: Ich bin kein überzeugter Christ. Ganz spannend ist aber die Mischung in der Gruppe. Da gibt es überzeugte Christen und Atheisten und Leuten dazwischen. Im Grunde wird hier jeder mit seiner Spiritualität angenommen. Jeder glaubt ja an irgendetwas und sich damit auseinanderzusetzten, dafür gibt es hier auch Raum. Daraus habe ich für mich persönlich einige Erkenntnisse gezogen.

Stuzubi: Was ist dein abschließendes Fazit zu dem Kurs?

Melissa Löser: Der Kurs ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich kann das wirklich nur weiterempfehlen und habe meine Teilnahme auf keinen Fall bereut. Ich denke sogar, es war mit eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Es ist einfach eine einzigartige Erfahrung, eine intensive Zeit, wenn man sie intensiv nutzt und bereit ist, sich auf die Inhalte einzulassen. Dann kann man das Semester wirklich für sich nutzen. In diesem Kurs findet man Freunde fürs Leben. Ich finde, dass es für jeden sehr gut sein kann, sich nach der Schule einfach noch etwas Zeit zu nehmen und bei sowas mitzumachen. Wann hat man sonst schon Zeit, so intensiv an sich zu arbeiten?

Paul Wolf: Eine super Sache, für alle, die sich vorstellen können, knapp fünf Monate mit anderen jungen Leuten zusammen zu arbeiten und sich intensiv mit sich selber zu beschäftigen. Auf jeden Fall eine riesen Chance und totales Glück.

Stand: 15.03.2016

zurück zu Abi und dann?

 
Suche