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"Sag ja zum Studium"

Daniel vor einem seiner Bilder.

„Man darf nicht erwarten, dass einem dort Malen und Zeichnen beigebracht wird“, erklärt er. Vielmehr gehe es darum, einen eigenen Stil zu entwickeln und Netzwerke aufzubauen. Er zeigt mir eines seiner aktuellen Bilder: drei futuristische Gebäude, eine Wüste aus Staub und Beton, gemalt auf einer zwei Quadratmeter großen Leinwand.

Die Akademie biete eine großartige Plattform, um auszustellen und Galerien zu finden, erzählt er weiter: „Das ist eine immense Hilfe für den späteren Berufseinstieg.“ Auch seine Galerie habe ihn dort gefunden. Er beginnt, zu gestikulieren – das Thema liegt ihm am Herzen: „Kritik von außen hilft einem Künstler, sich weiterzuentwickeln.“ Autodidakten, so glaubt er, tun sich meist schwerer, gute Ausstellungsorte zu bekommen.

Generell sei der Kunstmarkt unübersichtlich und schwer zugänglich: „Das ist kein Spielparadies.“ Deshalb rät er: „Jeder, der später mal mit Kunst seinen Lebensunterhalt verdienen will, sollte studieren.“

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Doch würde er sich trotz all der Widrigkeiten noch einmal für dieses Leben entscheiden? „Jederzeit! Für mich gab es niemals einen anderen Weg.“ Daniel verbindet mit der Malerei Beruf und Berufung – daran besteht kein Zweifel. Allerdings birgt die Entscheidung für die Kunst auch Risiken: „Man muss früh ein Gespür dafür entwickeln, ob das Talent auf Dauer ausreicht.“ Und selbst wer begabt sei, brauche eine große Portion Hartnäckigkeit und viel Geduld: „Sonst hat man keine Chance zu überleben.“

Daniel spricht aus Erfahrung. Seine ganze Energie widmet er seinen Werken: „Das Schönste ist, wenn du zwei Wochen mit einem Bild kämpfst und am Ende davorstehst und sagst: ’Boah, geil!’“ Was er malt, gefällt nicht nur ihm – das bestätigen seine meist vierstelligen Verkaufserlöse. Auch zwei neue Ausstellungen in Berlin und Hamburg hat er schon so gut wie in der Tasche. Alles läuft nach Plan.

Bleibt zu hoffen, dass die Geschichte vom freundlichen Mann an der Rezeption bald nur noch eine interessante Anekdote aus der Vergangenheit ist. Eine, die die Gäste dann dem neuen Portier erzählen müssen.

Daniel Schüßler wird vertreten von Galerie Lichtpunkt, Ambacher Contemporary, www.galerie-lichtpunkt.de. Er selbst ist im Netz zu finden unter www.danielschuessler.blogspot.com.

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