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Die Zeit nach dem Abi

Das Video zu seiner neuen Single hat Johannes Strate in Island gedreht

5vor12: Gerüchten zufolge hast du beim Abi-Ball die Bühne gestürmt, dass heute noch alle davon reden. Stimmt das denn?
Unsere alte Schulband „Second Floor“ hat die anwesende Kapelle von 50-jährigen Herren von der Bühne gescheucht und wir haben zwei Songs gespielt. Allerdings war das ziemlich Kraut und Rüben, weil wir so betrunken waren (lacht). Der Gitarrist von damals, Dennis, spielt übrigens auch bei „Es tut mir weh dich so zu sehn“ mit. Die  Kreise schließen sich also.

5vor12: Ist dir ein Erlebnis aus deiner Schulzeit besonders im Gedächtnis geblieben?
Wir hatten mal einen spitzenmäßigen Italienaustausch in der Nähe von Bologna. Das Gute dabei war, dass sich zu viele italienische Mädels angemeldet hatten und die deutschen Jungs mussten dann bei deren Familien übernachten. Ich dachte mir, „Wie geil ist das denn!“ Aber am ersten Abend hat mich der Vater von dem Mädel zur Seite genommen, ein dicker italienischer Polizist und mich gewarnt: „Pass bloß auf mein Freund, das ist ein katholisches Haus!“

5vor12: Nach dem Abi warst du beim Zivildienst. Hast du nebenher noch Musik gemacht?
Ich habe nebenher nicht nur Musik gemacht, sondern gleichzeitig auch studiert. Und zwar Kulturwissenschaften, Kunst und Germanistik in Bremen. Das Studium hat mir total Spaß gemacht, ich habe dort nette Leute kennengelernt und viele Kontakte geknüpft. Trotzdem hatte ich noch genug Gelegenheit, Musik zu machen. Beim Magister hat man viel Zeit, allein vier Semester fürs Grundstudium. Das könnte man auch in zwei schaffen (lacht).

5vor12: Nach deiner Zwischenprüfung hast du dein Studium aber erst einmal unterbrochen …
Ja, da stimmt. Ich habe erst mal abgebrochen, wegen der Musik. Dann wurden alle Studiengänge auf Bachelor umgestellt. 2009 habe ich dann meine alte Professorin angerufen und ihr erklärt, dass mir ein musikalischer Glücksfall mit Revolverheld passiert ist und ich deswegen das Studium nicht beendet habe. Die hat sich total gefreut, von mir zu hören und meinte, dass sie mir beim Abschluss helfen würde. Meine Bachelorarbeit trägt übrigens den Titel: Die Eigenwahrnehmung von Popmusikern im Gegensatz zur medialen Wahrnehmung. Darauf haben sie mir eine 1,3 gegeben (lacht). Es war auch wichtig für mich, die Lebensphase „Student“ mit diesem Uniabschluss zu beenden.

Studium abgebrochen und trotzdem 1,3

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