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Interview mit Senkrechtstarter Tim Bendzko

Tim Bendzko hat gut lachen: Seine Konzerte sind ausverkauft und die zweite Single ist ein voller Erfolg. Bild: Alexander Gnädiger
Tim Bendzko stand in unserem Interview Rede und Antwort.

AbiQ: Vor wenigen Monaten hast du noch zu den unbekannten Musikern gehört. Jetzt werden deine Lieder im Radio rauf und runter gespielt. Wie fühlt sich der plötzliche Erfolg an?
Tim: So plötzlich kam das gar nicht, ich arbeite schon seit 16 Jahren darauf hin. Aber dass jetzt alles so schnell ging erstaunt mich. zu kapieren, dass es wirklich geklappt hat, ist schwierig. Der Erfolg hat seine Vorteile und seine Nachteile. Inzwischen werde ich auf der Straße angesprochen, das war bis vor kurzem nicht so. Aber die Leute machen das nicht, weil ich ein netter Kerl bin, sondern nur weil ich bekannt bin.

Und überall bekomme ich plötzlich einen viel besseren Service. Das ist irgendwie unangenehm, ich hab doch gar nichts Besonderes gemacht, der Service sollte für alle Leute gleich gut sein. Aber vor hunderten von Leuten in einer ausverkauften Halle zu spielen ist genau das, was ich immer machen wollte, darüber freue ich mich.

AbiQ: Ursprünglich warst du aber auf einem Sportgymnasium und wärst fast Profifußballer geworden. Ist es da nicht eine Wende um 180 Grad, dass du jetzt ein Popstar bist?
Tim: Sport hat mir zwar auch Spaß gemacht, aber Musik als Beruf, das wollte ich schon, seitdem ich zehn oder elf Jahre war. Ich bin aber bewusst auf keine Musikschule gegangen. Ich sage nicht, dass die schlecht sind, aber das hätte mir meine Ecken und Kanten abgeschliffen, und die wollte ich mir erhalten.

AbiQ: Hast du dann in deiner Freizeit viel Zeit mit Musik verbracht?
Tim: Eigentlich nicht, ich hatte immer ein schlechtes Gewissen, weil ich fand, dass ich viel mehr tun müsste. Bei Konzerten war es manchmal so, dass eine Woche vor dem Auftritt noch zwei oder drei Songs gefehlt haben und ich die dann noch schnell geschrieben habe.

Überhaupt bin ich ein Spätzünder, ich habe erst mit 16 Jahren angefangen, Gitarre zu lernen und spiele gerade mal so gut, dass es zum Songschreiben reicht. Ich war auch keiner, der in Schulbands mitgespielt hat.

AbiQ: Gehörst du zu denjenigen, die unter Druck besonders gut arbeiten können?
Tim: Wenn ich Termindruck habe schon. Aber ich muss alleine dabei sein. Einmal sollte ich für einen Radiosender spontan vor Ort einen Song schreiben. Der ist zwar auch gut geworden, aber wäre ich für mich gewesen, wäre da sicher noch mehr gegangen.

"Ich bin keiner von denen mit dem erhobenen Zeigefinger ..."

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