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Hartes Training und der Traum von Olympia

Martin Hinterstocker in Aktion.
In voller Montur auf dem Eis der Roten Bullen

Martin Hinterstocker wurde das Talent zum Eishockey schon in die Wiege gelegt. Der 24-Jährige stammt aus einer Eishockey-verrückten Familie und wagte sich schon früher jeden Tag mit Freunden auf den kleinen Eisplatz im oberbayerischen Fischbachau. Den kleinen See hat er nun schon seit langem mit den großen deutschen Stadien getauscht, von 2012 bis 2014 spielte er für den EHC Red Bull München im Olympia-Eisstadion. Gleichzeitig machte Martin ein Fernstudium zum Sportfachwirt. Wie er es geschafft hat, Training, Wettkämpfe und das Studium unter einen Hut zu bringen, und wie seine Pläne für die Zukunft aussehen, erzählte er uns im Interview.

Stuzubi: Wie bist du zum Eishockey gekommen?
Martin: Bei uns im Dorf in Fischbachau gibt es einen kleinen Eisplatz. Da hab ich früher immer schon mit Freunden Eishockey gespielt und irgendwann beschlossen wir dann, dem TEV Miesbach beizutreten. 

Stuzubi: Gab es denn auch in deiner Familie schon eine Eishockey-Vorgeschichte?
Martin: Ja, mein Onkel, mein Papa und meine Cousins – alle waren Eishockeyspieler. Aber ich bin eigentlich selber dazu gekommen. Ich hab‘ gesagt, ich möchte jetzt im Verein spielen und bin nie zum Eishockey gedrängt worden. Aber seitdem ich spiele, werde ich auf jeden Fall von allen Seiten unterstützt.

Stuzubi: Erzähl uns doch etwas über deinen sportlichen Karriereweg? Wie bist du in der DEL (Deutsche Eishockey Liga) beim EHC Red Bull München gelandet?
Martin: Angefangen habe ich ja beim TEV Miesbach im Nachwuchs und bin dann mit 14 Jahren zu den Starbulls Rosenheim gewechselt. Da war ich dann drei Jahre in der höchsten deutschen Nachwuchsliga. Danach ging es direkt in die DEL nach Düsseldorf, wo ich fünf Jahre spielte, und jetzt bin ich in der zweiten Saison in München.

Stuzubi: Du spielst also professionell Eishockey seitdem du 14 bist?
Martin: Eigentlich seitdem ich 17 bin – was die DEL angeht. Mit 14 war ich im Nachwuchs, aber trotzdem schon in einer sehr professionellen Struktur, das heißt in einem Verein und bei Wettkämpfen.

Stuzubi: Wie hast du deinen Schulabschluss neben dem  Leistungssport gemeistert?
Martin: Das war noch kein Problem. Ich habe an der Realschule meine Mittlere Reife gemacht. Das Training war normalerweise nachmittags nach der Schule – wobei auch schon bei den Starbulls Rosenheim einmal die Woche das Training um halb sieben in der Früh vor der Schule stattfand.  Aber ich muss sagen, der Sport war schon immer Prio 1 für mich und die Schule ist nebenbei gelaufen. Beides miteinander zu vereinbaren ging ganz gut.

Stuzubi: Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, um ein professioneller Eishockeyspieler in der DEL zu werden?
Martin: Natürlich braucht man ein gewisses Grundtalent. Die wichtigste Fähigkeit, die man aber braucht, ist: hart arbeiten und sich quälen zu können. Der Großteil ist einfach harte Arbeit und viel Training. Jeden Tag muss man sich wieder quälen, wenn man stundenlang auf dem Rad sitzt oder Krafttraining macht.

Stuzubi: Also ein harter Sport mit viel Körpereinsatz?
Martin: Ja, auf jeden Fall. Das gehört dazu und lässt sich leider nicht vermeiden. Wenn es einen lange nicht erwischt, denkt man gar nicht daran. Aber wie in dieser Saison, in der ich gleich zwei, drei Verletzungen hatte, da macht man sich auf einmal mehr Gedanken als sonst.

Profisport und Studium - geht das?

 
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