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Koch' dein eigenes Süppchen

Starkoch Martin Baudrexel im Interview

abiQ: Den meisten Abiturienten fällt es schwer, sich für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden.Wann wussten Sie, dass Sie Koch
werden wollen?

Martin Baudrexel: Eigentlich wusste ich das auch erst nach der Schule. Ich habe meine Ausbildung erst mit 25 abgeschlossen. Man sollte eine Ausbildung zum Koch nur machen, wenn man es wirklich „spürt“, und das war bei mir eben später.

abiQ: Als Schulabschluss haben Sie ein Fachabitur. Stand es für Sie nie zur Debatte, zu studieren?
Martin Baudrexel: Das stand nie zur Debatte.

abiQ: Wie hat damals ihr Umfeld darauf reagiert, als Sie gesagt haben, Sie wollen Koch werden?
Martin Baudrexel: Meine Eltern fanden es nicht so toll am Anfang. Die Freunde fanden das gut, ich war der einzige von meinem engeren Freundeskreis, der nicht studieren gegangen ist.

abiQ: Hatten Sie schon zu Beginn Ihrer Ausbildung den Traum, einmal ein prominenter TV-Koch zu werden?
Martin Baudrexel: Nein nie. Das war nie ein Ziel.

abiQ: Seit Köche ihr Können regelmäßig zu Hauptsendezeiten im Fernsehen präsentieren, liegt der Beruf bei den Schülern, vor allen auch den Abiturienten, hoch im Trend. Allerdings bricht rund die Hälfte der Azubis ihre Ausbildung ab. Woran kann man als Schüler erkennen, ob man für den Beruf geeignet ist?
Martin Baudrexel: Das kann man nicht erkennen, man muss es probieren. Man muss sich eigentlich nur im Klaren sein, dass, wenn die Freunde feiern, man selber bei der Arbeit ist. Das macht vielen Azubis zu schaffen.

abiQ: Der Gastronomie wird nachgesagt, dass sie mit ihren Auszubildenden ziemlich unsanft umgeht und ein harscher Umgangston, verbunden mit viel Druck vorherrscht. Haben Sie diese Erfahrungen auch gemacht?
Martin Baudrexel: Klar, ich hatte ein paar Chefs der richtig alten Schule gehabt. Wer keine dicke Haut hat, sollte der Ausbildung zum Koch fern bleiben.

abiQ: Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spaß?
Martin Baudrexel: Am meisten Spaß macht mir immer noch das Gefühl, das einem ein zufriedener Gast gibt. Man kann Menschen mit Essen glücklich machen,
das ist eine große Ehre.

abiQ: Haben Sie ein Lieblingsgericht?
Martin Baudrexel: Nein, ich esse alles.

abiQ: Als Restaurantbesitzer und Fernsehkoch haben Sie schon so einiges erreicht. Haben Sie noch berufliche Ziele?
Martin Baudrexel: Im Moment bin ich rundum glücklich.

abi: Herr Baudrexel, ich danke Ihnen für das Gespräch.

 
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