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Interview mit dem Fußballprofi Leon Goretzka

Leons Mitschüler fordern schon fleißig Autogramme von ihrem Fußballtalent, das alle nur
Seit Juli 2001 spielt Leon beim VfL Bochum

Momentan ist Leon Goretzka Schüler der Klasse FA 12 B am Alice-Salomon-Berufskolleg. Die Schule liegt in der Nähe zum Stadion und dem Trainingsgelände des VfL. Damit Leon seinen schulischen Verpflichtungen nachkommen kann, sind etliche Trainingseinheiten mittlerweile auf die Nachmittagsstunden verlegt worden. Schließlich ist der Youngster schon jetzt eine wichtige Größe im Mannschaftsgefüge geworden. Von den 20 Pflichtspielen in dieser Saison hat er nur die Ligapartie gegen Kaiserslautern verpasst. „Das geht über das Erwartete hinaus“, gesteht Goretzka, „für mich persönlich hätte es nicht besser laufen können. Einen großen Dank an die Trainer Andreas Bergmann und Karsten Neitzel, die zu Beginn der Saison immer auf mich gesetzt haben.“

Einstand nach Maß
Leon durfte einen Einstand nach Maß feiern: Am ersten Spieltag, beim 2:1-Heimerfolg über Dynamo Dresden, gelang ihm per Kopf der zwischenzeitliche Ausgleich. „An das Spiel werde ich mich ewig erinnern. Wie die Ostkurve meinen Namen gerufen hat, da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut.“ Manchmal hilft aber auch schon ein Assist, wie zum Beispiel im Rückspiel in Dresden, als sein Kopfball indirekt das zweite Tor durch Christoph Dabrowski einleitete und so den Weg zum ungemein wichtigen Sieg ebnete.

Niederlagen nerven am meisten
Im Klassenraum am Alice-Salomon-Berufskolleg muss sich Goretzka allerdings nicht mit Gegenspielern auseinandersetzen, sondern steht zahlreichen Journalisten Rede und Antwort. Die Nachfrage ist groß: Tages- und Fachmedien sind vor Ort, natürlich auch ein Fernsehkamerateam. „Als Profi steht man mehr in der Öffentlichkeit. Aber da bin ich durch die vielen Länderspiele schon gut vorbereitet worden“, gibt Leon zu Protokoll. Leon Goretzka ist nicht irgendein Nationalspieler, sondern im zu Recht hochgelobten Talentschuppen des DFB einer der Herausragenden. Als Kapitän hat er in diesem Jahr die U17-Auswahl bis ins Endspiel der Europameisterschaft geführt, wo sie – nach dem Führungstor durch Goretzka – am Ende im Elfmeterschießen gegen die Niederlande unterlag. Leon stand zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Platz. „Ausgerechnet Holland!“, entfährt es ihm. „Wir sind ja nicht durch Glück ins Finale gekommen, sondern weil wir die beste Mannschaft des Turniers waren. Wir haben schon im Vorfeld alle Spiele gewonnen, und dann die Niederlage im Elfmeterschießen – das war sehr bitter.“ Die Medienaufmerksamkeit sei bei diesem Turnier in Slowenien schon sehr groß gewesen, aber „kein Vergleich zu dem Aufkommen, das in der Bundesliga herrscht“.

Interview im Klassenzimmer

 
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