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Vom Vorlesungssaal ins Handballtrikot

Lasse Seidel spielt seit 2008 im Trikot des TUSEM Essen.
Quelle TUSEM

Lasse Seidel ist 20 Jahre alt und spielt schon seit drei Jahren in der ersten Herrenmannschaft des TUSEM Essen Handball. Gleichzeitig studiert er Sport und Geschichte auf Lehramt. Im Interview spricht der Linksaußen über seine sportlichen Erlebnisse beim TUSEM, seine Zukunftspläne und den Spagat zwischen der Uni und einer Karriere im Handballsport.

Stuzubi: Beschreibe uns doch erst einmal kurz deine sportliche Laufbahn. Wie bist du zum Handball und 2008 zum TUSEM Essen gekommen?

Lasse:
Mein Vater hat früher auch Handball gespielt. Ich habe mit sechs Jahren angefangen, damals noch in Werther, in der Nähe von Bielefeld, wo ich geboren bin. Ich habe gleichzeitig Handball und Fußball gespielt, bin dann nach Hattingen gezogen und habe dort weiter beides gespielt. Mit 13, 14 Jahren musste ich mich sozusagen entscheiden und habe mit Fußball aufgehört. Bis zur B-Jugend habe ich beim TuS Blankenstein Handball gespielt. Die Mannschaft hat sich aber aufgelöst, weil wir keinen Trainer mehr hatten und es dann eine gemischte Mannschaft mit zwei Jahrgängen gab. Die einen waren zu alt, die anderen zu jung. Da habe ich mich nach neuen Möglichkeiten im Handball umgeschaut, um mich weiterzuentwickeln. Ich bin im zweiten B-Jugend-Jahr zum TUSEM nach Essen gewechselt und habe mich dort stetig weiterentwickelt. Ich konnte mich für die erste Herrenmannschaft empfehlen und spiele jetzt im dritten Jahr dort.

Stuzubi: Wie siehst du deine Rolle in der ersten Mannschaft des TUSEM Essen?

Lasse: Ich bin ja noch ein ziemlich junger Spieler. Da gibt es noch viel Potenzial nach oben. Ich versuche einfach in jedem Spiel meine bestmögliche Leistung abzurufen, damit wir am Ende gewinnen können.

Stuzubi: Du hast mit dem TUSEM erst den Aufstieg in die erste Liga gefeiert und dann den Abstieg erlebt. Welche Erfahrungen haben dich dabei besonders geprägt?

Lasse: Es war schon sensationell, in meinem ersten Herren-Jahr direkt den Aufstieg in die erste Liga zu realisieren. Wir hatten damals eine unglaublich gute und strukturierte, intakte Mannschaft. Wir konnten einfach ein perfektes Jahr spielen, in dem für mich jedes Spiel ein Erlebnis war. Neue Hallen, das erste Mal vor so einem großen Publikum. Das sind Erfahrungen, die mich in diesem Aufstiegsjahr sehr geprägt haben. Der Aufstieg war wie eine Krönung oben drauf.

Dann im ersten Jahr gegen die besten Spieler der Welt zu spielen, in riesigen Hallen vor 10.000 Leuten, das ist eine Erfahrung, auf die ich sehr stolz bin und die mir auch keiner mehr nehmen kann. Leider sind wir direkt wieder abgestiegen. Wir hatten eigentlich eine Mannschaft, die das Potenzial hatte, auch die Klasse zu halten. Zu Beginn der Saison hatten wir allerdings zwei, drei unglückliche Niederlagen und sind dann in eine Serie geraten, aus der es schwer war, wieder herauszukommen. Wir haben es einfach nicht mehr rechtzeitig geschafft, noch genügend Punkte einzusammeln.

In der zweiten Liga ist alles ganz eng. Die ist so ausgeglichen, dass man weder nach oben noch nach unten eine Richtung vorgeben kann.

Stuzubi: Welche sportlichen Ziele hast du?

Lasse: Ich möchte mich mittelfristig mit dem TUSEM Essen zusammen in der Spitzengruppe der zweiten Bundesliga etablieren. Zwar haben wir jetzt einen gewaltigen Umbruch, da viele Abgänge schon feststehen. Allerdings glaube ich auch, dass das Management darauf gut reagieren und frühzeitig neue Verpflichtungen holen kann, so dass man sich in der Spitzengruppe der zweiten Liga etablieren kann. Dann kann man immer noch schauen, ob es vielleicht noch weiter nach oben geht.

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