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Frank Mauer spielt als Stürmer beim EHC Red Bull München.
Frank Mauer spielt als Stürmer beim EHC Red Bull München. Photo: GEPA pictures/ Florian Ertl

Stuzubi: Neben deiner sportlichen Karriere absolvierst du momentan ja ein Fernstudium an der Hochschule Wismar im Studiengang Sportmanagement. Hilft dir beim Studium auch deine sportliche Karriere und kannst du einige Dinge aus deiner eigenen Erfahrung anwenden?
Die Grundkurse sind natürlich sowas wie BWL, wo einem der sportliche Hintergrund nicht so sehr hilft. Aber es gibt dahingehend immer wieder Fächer, wo man doch seinen sportlichen Hintergrund mit einfließen lassen kann. Für diese Fächer ist das Interesse dadurch auch noch mal ein bisschen größer, weil man die Dinge in der Praxis schon mal erlebt hat und sie dann in der Theorie besser verstehen kann. Ich finde es dann auch immer ganz spannend, wenn ich sehe, wie Dinge ineinander fließen, wo man sich vielleicht früher nicht so Gedanken gemacht hat, was da für Hintergründe dahinter stecken. Wenn ich mich aber dann in der Theorie doch selber damit befasse, erkenne ich sie dadurch oft.

Stuzubi: Wie verbindest du deine Sportlerkarriere im Eishockey mit dem Studium? Beschreibe doch einmal einen typischen Tagesablauf.
Meistens haben wir morgens immer Training. Das heißt ich bin oft so ab acht bis, sagen wir mal, 13 Uhr an der Eishalle, wo ich trainiere .Dann genehmigen wir uns meistens mit ein paar Jungs ein gemeinsames Mittagessen, wo wir dann über alles Mögliche reden und soziale Kontakte pflegen. Ansonsten, wenn ich dann Klausuren-Phase habe oder weiß, dass es was zu tun gibt, bin ich da doch immer recht eisern. Wenn ich dann nach Hause komme, schnaufe ich vielleicht doch mal kurz durch, setzte mich dann aber hin und lerne. Generell versuche ich mich doch immer zwischen ein und zwei Stunden mehrmals die Woche hinter die Bücher zu klemmen. Ich mag einfach einen strukturierten Tagesablauf. Ich bin nicht jemand, der kurz vor knapp was macht, sondern habe gerne auch ein bisschen Luft, dass ich mich auch immer schlau machen kann. Ich glaube, der Sport hat mir da auch immer sehr geholfen, was das Studium angeht. Diese Disziplin, die man ja auch durch das Training mit sich bringt, habe ich auch im Studium. Und ja, es ist manchmal auch nicht so leicht und ich verfluche es auch ab und zu. Aber im Großen und Ganzen, wenn ich dann die Klausuren bestanden habe, auch mit einer guten Note, sehe ich, der Aufwand hat sich auch gelohnt. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl.

Stuzubi: Hältst du es für wichtig, neben der sportlichen Laufbahn einen „Plan B“ für die Zukunft zu haben?
Ich persönlich finde das sehr wichtig. Nicht nur für später, sondern ich denke, auch im Sport ist es ganz gut, wenn man sich selber auch noch mal mit anderen Dingen fordert als nur mit dem Sport. Es ist wichtig, dass man sich weiterbildet und versucht seinen Horizont zu erweitern. Aber natürlich auch für danach. Verletzungen passieren schnell, zum Beispiel wie bei Felix Petermann, der hier beim EHC gespielt hat. Er ist jetzt Sport-Invalide, da sieht man wie schnell es gehen kann. Mit seinen 31 Jahren ist das ja noch kein Alter. Zum Glück hatte er nebenbei ein Studium absolviert. Von daher empfiehlt es sich, sich vorzubereiten, einfach, dass man nach der Karriere einen guten Start hinlegen kann. Vielleicht auch in der Richtung, die einem selber Spaß macht.

Stuzubi:  Dein älterer Bruder ist sportlich ja ebenfalls aktiv, allerdings in einer anderen Sportart, dem Handball. Gibt es da Streitigkeiten in der Familie oder unterstützt ihr euch gegenseitig trotzdem?
Also bei uns gab es generell nie groß Streitigkeiten, wir sind beide ein ruhiges Gemüt. Ich war immer ein großer Fan von ihm, da er sieben Jahre älter ist als ich. Während seiner Spiele habe ich ihm immer gerne zugeschaut und hab mich immer sehr gefreut, wenn er viele Tore geschmissen hat. Umgekehrt aber er genauso. Er war jetzt auch bei meinem Comeback gleich da und wollte unbedingt zuschauen. Außerdem erkundigt er sich auch immer, wie es bei mir läuft und ob ich zufrieden bin. Er versucht mir auch immer mal Tipps zu geben, wenn es mal nicht so läuft, wie er damit umgegangen ist. Also wir gehen da beide sehr sportlich mit um (lacht).

Als Center beim EHC Red Bull München ist Frank Mauer immer in Action.
Frank Mauer immer im Action beim EHC München

Stuzubi: Bleibt neben so vielen Verpflichtungen eigentlich noch Zeit für private Dinge? Was machst du, wenn du Freizeit hast?
Ja, natürlich bleibt noch Zeit für Freizeitaktivitäten. Ich glaube, ich mache einfach die Dinge gerne, die viele andere auch gerne machen. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Freundin, wir gehen zum Beispiel ins Kino oder in die Stadt oder Kaffee trinken. Also jetzt nichts Besonderes. Ich bin auch gerne mit dem Fahrrad unterwegs, fahre mal durch München und schau mich einfach um, da ich sehr gerne draußen bin. Außerdem spiele ich gerne auf meiner Playstation, was ja auch so eine Männerdomäne ist. Also relativ breit gefächert. Da wir in so einer tollen Stadt leben, versuche ich auch immer viel hier kennenzulernen und mich einfach um zu gucken.

Stuzubi: Für viele junge Studenten oder Auszubildenden stellt sich die Frage: „Alleine wohnen oder in eine WG ziehen?“
Wie sieht das bei dir aus? Und was hat deine Entscheidung beeinflusst?
Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, habe aber am Anfang meiner Karriere mal mit einem Kumpel zusammen gewohnt. Das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht und sagen wir mal so, wenn ich keine Freundin hätte, könnte ich mir durchaus vorstellen in einer WG zu wohnen. Einfach weil du dann immer jemanden hast, mit dem du was machen kannst und es ist ja auch witizg.

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