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Prolltussi und Pausenhof-Chef

Die „Fack ju Göhte 2“-Stars Jella Haase und Max von der Groeben plaudern über das Ende ihrer Schulzeit und den Start ins Berufsleben

Stuzubi: Wie habt ihr eigentlich die Zeit nach eurem Schulabschluss in Erinnerung?

Jella alias Chantal: „Man haut so richtig auf die Kacke, schreckt vor nichts zurück.“
Copyright 2015 Constantin Film Verleih
Jella spielt Chantal in Fack ju Göhte

Jella (alias „Chantal“): Ich bin in Berlin-Kreuzberg aufs Gymnasium gegangen und habe da auch mein Abi gemacht. Ich persönlich bin ein ganz anderer Typ in meiner Schulzeit gewesen als die Chantal, die ich in Fack ju Göhte spiele. Schule hat mir natürlich nur in meinen Lieblingsfächern Geschichte, Philosophie und Deutsch besonders viel Spaß gemacht: Mathe, Chemie und Physik fielen mir eher schwer.  Mit 15 Jahren war ich dann für ein Praktikum beim ZDF-Morgenmagazin und hab‘ total viel Lust bekommen, in die Richtung mal beruflich was zu machen. Ich habe gedacht: Was die im Fernsehen machen, das kann ich auch! Ich bewarb mich bei einer Agentur, erhielt schnell die Einladung zu ersten Castings und dann auch gleich konkret Aufträge. Irgendwie lief’s von Anfang an ziemlich straight.

Stuzubi: Und wie war das bei dir Max?


Max (alias „Danger“): Ich bin in Köln zur Schule gegangen. Zur Schauspielerei bin ich durch einen Bekannten meiner Familie gekommen, also eher durch Zufall. Ich hab‘ auch neben der Schule viel gedreht und einige Hörspielproduktionen gemacht. Das ging super und ich hab‘ gedacht: Wow, jetzt wirst du Schauspieler, vielleicht sogar ein Superstar. Aber dann kam die Zeit nach dem Abi und ich habe mir ganz ernsthaft die Frage gestellt: Max, was willst du denn jetzt wirklich? Die Antwort fiel mir leicht: Ich wollte unbedingt ausprobieren, ob ich in der Schauspielerei vorankomme.

Stuzubi: Wie wichtig waren in dieser Phase eure Eltern?

Max alias Danger: „Total witzig, sich als Danger austoben zu können.“
Copyright 2015 Constantin Film Verleih
Max als Danger in Fack ju Göhte

Jella: Meine Eltern haben mir immer absolut vertraut. Das fand ich super! So hatte ich das Selbstvertrauen, einfach mal loszulaufen und meiner Leidenschaft zu folgen.

Max:
Ja, das war bei mir auch so. Meine Eltern haben mir gesagt, dass es nicht schlimm ist, wenn ich mal was nicht schaffe. Das finde ich sehr wichtig!

Stuzubi: Welchen Tipp gebt ihr Schülern, die sich nach der Schulzeit entscheiden müssen?


Jella: Man denkt immer, dass sich so viele Türen schließen, wenn man mal was nicht schafft. Aber dafür öffnen sich auch wieder andere!  Man sollte sich unbedingt trauen, loszugehen und zu testen, was einem liegt – auch auf die Gefahr, dass nicht sofort alles klappt.

Unsere Zeit ist so schnelllebig geworden und der Druck, der auf vielen Schülern seit G8 lastet, so groß, dass es unbedingt nötig ist, bei der Auswahl einer Ausbildung oder eines Studium den Druck rauszunehmen.

Mit 16 oder 17 Jahren wissen die meisten noch nicht, was sie werden wollen. Das ist doch nachvollziehbar! Wir sollten eine Akzeptanz dafür schaffen, dass junge Menschen auch erst einmal ausprobieren dürfen, wohin es beruflich gehen könnte.

Max: Ja, der Meinung bin ich auch. Eltern sollten ihre Kinder beim Thema Ausbildung oder Studium nicht so verbissen und ernst begleiten wie das oft geschieht. Sie sollten mit ihnen lieber in Ruhe über ihre Wünsche und Ideen reden und dann Vertrauen in ihre Entscheidungen haben. Meine Eltern haben mir das auch immer so vermittelt und das fand ich super!

Stuzubi: Gibt es bei euch auch einen Plan B für eine Zeit nach der Schauspielerei?

Jella: Ja, ich habe da schon oft drüber nachgedacht. Nicht, weil ich keine Rollenangebote gehabt hätte. Sondern, weil  es so viele spannende Themen gibt, die man lernen kann. Und ich bin ja auch so neugierig! Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaften würde ich sehr gerne studieren. Oder ich würde auch gerne was mit Kindern machen, weil ich finde, dass sie einem so viel geben. In unserer Branche bekommt man natürlich auch viel Positives zurück, aber der Job kostet auch viel Kraft. Ich könnte mir später vorstellen, mal was ganz Bodenständiges zu machen. Zum Beispiel von Montag bis Mittwoch zur Uni zu gehen.

Max: Ich hatte als Plan nach dem Abi überlegt, in den Sportjournalismus zu gehen. Aber der Wunsch, erst einmal auszuprobieren, wie’s mit der Schauspielerei klappt, war größer. Ich habe mich dann an den Schauspielschulen beworben. Das schien mir sinnvoll, weil ich danach im Job breiter aufgestellt bin und auch am Theater spielen könnte, wenn’s mit dem Film mal nicht klappen sollte. Jetzt bin ich an der Otto-Falkenberg-Schule in München und fühle mich dort absolut wohl. Die Schule hat einen sehr guten Ruf.

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