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"Ob Schule oder Fußball - man muss sich auf beides konzentrieren"

Arianit Ferati (rechts) steht wochentags bereits um 8 Uhr morgens auf dem Fußballplatz.
Foto: VfB Stuttgart

Arianit Ferati träumt von einer Karriere im Profi-Fußball. Und er ist auf einem guten Weg. Mit gerade mal 16 Jahren spielt Ari bereits in der U19 des VfB Stuttgart und durfte in der Winterpause 2013/14 mit den Profis ins Trainingslager nach Südafrika reisen. Klar dass das Nachwuchstalent in täglichen Einheiten sein fußballerisches Können trainiert - und das neben der Schule. Im Interview mit Stuzubi berichtet Arianit Ferati von seinem Alltag zwischen Schulbank und Fußballtraining, seinen sportlichen Zielen und den Erlebnissen in Südafrika.

Stuzubi: Wie bist du zum Fußball gekommen?

Arianit: So wie jedes Kind eigentlich. Zusammen mit Freunden, meinem Bruder oder meinem Vater haben wir viel im Hof vor der Haustüre gebolzt.

Stuzubi: Erzähl uns doch etwas über deine sportliche Entwicklung. Wie bist du in der U19 beim VfB Stuttgart gelandet?

Arianit: Aktuell ist das ja erst mein zweites Jahr beim VfB, davor war ich bei den Stuttgarter Kickers. Der Wechsel kam so zustande, dass ich bei einem WFV-Lehrgang (Württembergischer Fußballverband, Anm. d. Red.) von VfB-Scouts gesichtet wurde und mich dann auch dafür entschied, mich dem VfB anzuschließen.

Stuzubi: Du durftest mit den Profis ins Trainingslager nach Südafrika fahren. Wie war das für dich? Welche Erfahrungen hast du dort gemacht?

Arianit:
Das war wirklich – ich muss es so sagen – geil. Ich habe in dieser Zeit so unbeschreiblich viele Erfahrungen gesammelt, sowohl fußballerisch als natürlich auch privat. Es ist einfach etwas ganz anderes, plötzlich unter Erwachsenen zu sein. Außerdem waren es beeindruckende Mannschaftsausflüge in die südafrikanischen Slums oder nach Robben Island, da nimmt man auch sehr viele Eindrücke für sich selbst mit.

Stuzubi: Was sind deine Ziele aus sportlicher Sicht? In naher Zukunft bei den Profis zu spielen?

Arianit: In erster Linie muss meine Leistung stimmen. Das ist das einzige, was ich beeinflussen kann und was für meine persönliche Entwicklung ausschlaggebend ist. Und klar, natürlich hat jeder Junge den Traum Fußballprofi zu werden. Könnte ich später also mal hier beim VfB spielen, wäre das grandios.

Stuzubi: Wie verbindest du deine sportlichen Ambitionen mit deinen schulischen Verpflichtungen? Beschreibe doch einmal einen typischen Tagesablauf.

Arianit:
Nicht alle Tage sind identisch, aber an einem typischen Wochentag haben wir bereits um acht Uhr morgens Training. Anschließend werden wir in die Schule gefahren, wo wir circa bis 13 Uhr Unterricht haben. Mittags haben wir dann im Teilzeitinternat frei verfügbare Zeit, oftmals sind wir aber auch dort noch mit Nachhilfelehrern am Pauken. Um 16:30 Uhr gibt es dann nochmals eine Trainingseinheit. Den Abend über habe ich dann Freizeit.

Stuzubi: Hältst du es für wichtig, neben der sportlichen Laufbahn einen „Plan B“ für die Zukunft zu haben?

Arianit:
Auf jeden Fall! In der Schule gute Leistungen zu bringen, ist mir enorm wichtig. Schließlich weiß man nie, was passiert. Wird man überhaupt Profi? Oder unter Umständen könnte man sich auch schwer verletzen. Egal ob Schule oder Fußball, man muss sich auf beide Dinge konzentrieren.

Stuzubi: Bleibt neben so vielen Verpflichtungen eigentlich noch Zeit für private Dinge? Was machst du, wenn du Freizeit hast?

Arianit:
Auch wenn ich viel zu tun habe, finde ich noch genügend Zeit für meine Familie oder Freunde. Oft schaue ich auch bei meinem kleinen Bruder Ali zu, der ja ebenfalls hier beim VfB in der U15 spielt. Ansonsten entspanne ich gerne oder gehe ins Kino, in Clubs dagegen gehe ich nie.

Stuzubi: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für deine Zukunft!

 
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