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Handballkarriere und Lehrberuf

Seit Juli 2011 spielt Anne Hubinger für den HC Leipzig.
Foto: Sebastian Brauner

Der Handball ist Anne Hubinger in die Wiege gelegt worden. Buchstäblich. Die 20-Jährige erlebte ihr erstes Handballspiel nämlich schon im Kinderwagen. Heute spielt sie beim HC Leipzig in der Bundesliga und träumt davon, bei den ganz großen internationalen Sportereignissen Olympia und der WM im eigenen Land als Sportlerin dabei zu sein. Wie sie es schafft, neben dem Profisport noch ein Lehramtsstudium zu absolvieren, erklärt sie im Stuzubi-Interview.

Stuzubi: Beschreibe uns doch erst mal kurz deine sportliche Laufbahn. Seit wann spielst du Handball und wie bist du dazu gekommen? Wie und wann bist du beim HC Leipzig gelandet?

Anne: 2001 wurden wir in der Schule zu einem Probetraining eingeladen. Ich habe das Training besucht und gefallen dran gefunden. Der größte Teil meiner Familie ist dem Handball eng verbunden und hat auch selbst gespielt, darum habe ich bereits als Baby im Kinderwagen eine Sporthalle von innen kennen gelernt.

2006 wechselte ich auf das Sportgymnasium in Magdeburg. Dort spielte ich fünf Jahre lang für die SG Bandits Magdeburg/Barleben und absolvierte 2011 an der Schule mein Abitur.

Über das Angebot vom HC Leipzig habe ich mich sehr gefreut. Ich habe es damals als große Chance gesehen und musste nicht lang überlegen. Die Entscheidung ist mir leicht gefallen. Denn auch neben dem Sport hat die Stadt viel zu bieten und ich konnte mir ein Leben hier sehr gut vorstellen. Und seit dem 1. Juli 2011 bin ich nun Spielerin des HC Leipzig.

Stuzubi: Welche Erlebnisse haben dich in deiner bisherigen Sportlerkarriere besonders geprägt?
 
Anne: Die großen Erfolge durfte ich bisher noch nicht feiern, aber trotzdem hatte ich bis jetzt schon einige tolle Momente mit dem Handball. Ende 2012 habe ich das erste mal an einer Europameisterschaft teilgenommen und Ende letzten Jahres bestritt ich meine erste Weltmeisterschaft.

Meine bisher schönste Medaille gewann ich im Jahr 2012 mit der A-Jugend des HC Leipzig bei der deutschen Meisterschaft. In einem packenden Finale gewannen wir den Titel im Siebenmeterwerfen.

Stuzubi: Was sind deine sportlichen Ziele?  

Anne: Meine großen Ziele sind die Olympischen Spiele 2016 und im Jahr darauf die Weltmeisterschaft im eigenen Land.

Neben dem Handballsport studiert Anne Hubinger Sonderschulpädagogik auf Lehramt.
Foto: Sebastian Brauner

Stuzubi: Neben der Handball-Karriere absolvierst du ein Studium. Warum hast du dich gerade dafür entschieden?  

Anne: Ich studiere Lehramt Sonderschulpädagogik an der Universität in Leipzig. Ich wollte auf jeden Fall mit Kindern arbeiten, dazu ist der Studiengang auch sehr interessant und neben dem Lernen habe ich viel Spaß am studieren.

Stuzubi: Wie lässt sich das Studium mit dem Profisport verbinden? Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?  

Anne: Der Tag lässt sich nicht immer einfach planen. Oftmals leidet das Studium an den Trainingszeiten. Trotzdem haben wir immer die Möglichkeit zwischen den Einheiten die Uni zu besuchen und manchmal auch noch danach. So ist man an den meisten Tagen von früh bis spät unterwegs. Aber dafür lohnt es sich auch.

Stuzubi: Hältst du es für wichtig, neben der Sportlerkarriere einen „Plan B“ für die Zukunft zu haben?  

Anne:
Irgendwann ist Schluss mit dem Sport. Wann der Körper nicht mehr mit macht oder man sich einfach dazu entscheidet, seine Karriere zu beenden, ist bei jedem Sportler unterschiedlich und anders. Trotzdem gibt es noch ein Leben nach dem Handball. Und während der aktiven Zeit hat man genug Zeit, um sich gut darauf vorzubereiten. Ich halte den „Plan B“ für sehr wichtig, denn ein Ende kann leider früher als man will kommen, auch wenn man es keinem wünscht.

Stuzubi: Hast du neben all den Verpflichtungen überhaupt noch Freizeit? Wie gestaltest du die?

Anne:
Natürlich haben wir Freizeit, auch wenn sie sich in Grenzen hält. Wenn wir ein paar Tage am Stück frei haben, fahre ich meistens nach Hause zu meiner Familie. Da wir nicht oft die Gelegenheit dazu haben, versuche ich jede Chance zu nutzen, wenn es zeitlich mit der Uni passt.

Ansonsten unternehme ich gerne und viel mit Freunden, gehe ins Kino, bin in der Stadt unterwegs oder genieße warme Tage im Park und auf dem Balkon. Generell bin ich gerne an der frischen Luft. Und für viel Spaß und Erholung ist Leipzig die perfekte Stadt!

Stuzubi: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für deine Zukunft!

 
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