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Hospitanz bei Max-Planck

Die erste Aufgabe schafft Jörn in zehn Minuten.

Die Kenntnisse, um in den regionalen und nationalen Mathematikwettbewerben ganz nach vorne zu kommen, erlangt Jörn in Seminaren, die er wiederum bei Wettbewerben gewinnt. Dort trifft er nicht nur andere Mathematik-Begabte, sondern auch Uniprofessoren, die ihn mit neuen Sätzen vertraut machen und Lern- und Übungsmaterial zur Verfügung stellen. Jörns Kontakte erstrecken sich bereits in das Max-Planck-Institut in Bonn, wo er im Sommer 2014 vier Wochen bei den ganz großen Mathematikern hospitieren darf.

Spezielle Seminare haben Jörn auch auf die entscheidende Klausur für die Olympiaqualifikation vorbereitet. Dafür musste er sich jedoch auch erst qualifizieren, und zwar unter den Top 16 einer Vorklausur. Die Seminare haben Jörn auf das Niveau der IMO vorbereitet. „Die erste Aufgabe schafft man meistens in zehn Minuten“, sagt er. „Sie soll motivieren. Die zweite Aufgabe ist schon schwerer und für die dritte braucht man richtig lange.“

Darum muss man, um in einem solchen Wettbewerb bestehen zu können, nicht einfach nur gut in Mathe sein und möglichst viele Sätze kennen. Man braucht Geduld „und eine hohe Frustrationstoleranz“, fügt Jörn hinzu. „Oft gibt es verschiedene Lösungswege, zum Beispiel in der Geometrie. Für andere Aufgaben gibt es aber nur eine Lösung. Man muss in der Lage sein, schnell viele Lösungsmöglichkeiten aufzustellen und die Erfolgsaussichten abzuschätzen. Darum ist Spaß an Mathe unverzichtbar.“

Konzentration ist bei Wettbewerben sehr wichtig.

Mathe ohne RechnenZahlentheorie und Funktionalgleichungen sind Jörns Lieblingsthemen. Er ist ein Mathematik-Ästhet. „Ich mag es, wenn Aufgaben klar sind, wenn man mit schönen Lösungen zum Ziel kommt.“ Schön heißt für Jörn: ohne Rechnen. „Je weniger, desto schöner“, meint er. „Man muss in geschickter Reihenfolge Sätze anwenden und gewinnt daraus neues Wissen – bis zur Lösung.“ Das ist es, was Jörn an Mathematik so fasziniert, ihre Logik. „Mathe ist klar“, sagt er. „Man kennt die Antwort auf eine Fragestellung und kann sie durch logisches Vorgehen und Erfahrung lösen.“Jörns berufliche Pläne stehen auch ganz im Zeichen der Mathematik, aber im wissenschaftlichen, nicht im praktischen Bereich. „Diese Mathematik leistet sozusagen die Vorarbeit für die praktische Umsetzung“, erklärt Jörn. Bevor er sich endgültig festlegt, möchte er aber noch einiges ausprobieren, zum Beispiel Forschungsmathematik. Außerdem interessiert er sich für Informatik und Physik, zwei Fachrichtungen, die mit der Mathematik verwandt sind. „Vielleicht wird es aber auch etwas ganz anderes“, überlegt Jörn und lacht. Zeit zum Überlegen und Austesten hat der 16-Jährige noch genug.Das gilt auch für Mathefans, die mal in einen Wettbewerb hineinschnuppern möchten. Dafür muss man nämlich nicht so früh anfangen wie Jörn. Es gibt viele Wettbewerbe und da ist für jede Altersgruppe, ob Schüler oder Student, etwas dabei.

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Mathe ist nicht so deins?

Kein Problem, Wettbewerbe und Olympiaden finden auch für andere Fächer statt:

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