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Wenn der Traum platzt

In den harten Phasen steht manchen jungen Leistungssportlern ein Sportpsychologe ihres Vereins zur Seite, viele werden vom Trainer weit über das Sportliche hinaus unterstützt. Wie Lisa Rüdiger. Die Abiturientin und Hochspringerin hat sich nach mehreren Verletzungspausen und einem Dreivierteljahr Nachdenken im November 2011 von ihrem Traum einer Leistungssportkarriere verabschiedet. Sie ist heute weder traurig noch zerknirscht: Sie trainiert jetzt Kinder in der Leichtathletik, will nach dem Abitur Sonderpädagogik studieren. „Um behinderte Kinder an den Sport heranzuführen“, sagt sie, „die spätere Teilnahme an den Paralympics ist nicht ausgeschlossen.“

Ständige Dopingkontrolle


Ist angesichts des Leistungsdrucks nicht der Gedanke an Doping verlockend? „Nein“, sagt die 400-Meter-Hürden-Läuferin Kim Matysik. „Mir ist hier kein Dopingfall bekannt. Das hätte strikte Konsequenzen.“ Selbst Koffeintabletten vor einer Klausur sind tabu. „Das würde bei einer Dopingkontrolle sofort auffallen“, sagt Dennis Krüger, der als Mitglied eines Bundeskaders ständig damit rechnen muss, auf Doping kontrolliert zu werden. „Wir müssen kontinuierlich angeben, wo wir uns aufhalten, damit die Kontrolleure der Nationalen Anti-Doping Agentur uns jederzeit finden“, sagt der 800-Meter-Läufer, bei dem sie auch schon einmal morgens um sechs unangemeldet vor der Tür standen.

Ein Plan B zum Leistungssport

Murat hat den Titel in Sofia nicht gewonnen. Schon vor dem Halbfinale musste er – der bislang erst 10 von 70 Kämpfen verloren hat – sich geschlagen geben. Murat hatte gehofft, am Finaltag, zu dem auch sein Onkel anreiste, selbst im Ring zu stehen. Sein Ziel bleibt: Profiboxer werden. Trotz seines großen Talents setzt er nicht alles auf die eine Karte. Er macht zwei Wochen Urlaub mit seiner Familie, dann beginnt er seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und das Boxtraining geht in die nächste Runde. „Das Boxen werde ich niemals aufgeben“, das steht für Murat fest.

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