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Keine Zeit für Angst: die Freiwillige Feuerwehr

Bei der Freiwilligen Feuerwehr lernt Marion Leibhammer auch ihre eigenen Grenzen kennen.

Um Verantwortung geht es auch bei Marion – und manchmal sogar um Leben und Tod. Sie ist seit 14 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Ein ehemaliger Klassenkamerad aus der Grundschule hatte mir damals erzählt, dass es dort viel Technisches und Sportliches gibt“, erinnert sie sich. Das habe sich „gut angehört“, deshalb sei sie zu einem der Jugendtreffen mitgegangen: „Die Leute waren nett, deshalb bin ich geblieben.“

Nicht ganz bewusst gewesen sei ihr anfangs, dass Feuerwehrleute oft mit gefährlichen Situationen umgehen müssen. Auch der Aspekt, anderen Menschen helfen zu können, sei bei ihr zunächst noch nicht im Vordergrund gestanden: „Das geht vielen Jugendlichen so, das Bewusstsein dafür kommt erst später.“

Spaß gemacht hätten ihr in der ersten Zeit vor allem die gemeinsamen Unternehmungen. Die Mitglieder der Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehr üben nicht nur die Grundtätigkeiten für den Brandeinsatz, sondern gehen auch mal zusammen ins Kino. Konkret kam sie mit dem Ernst dieses Ehrenamtes erst nach einem Jahr in Berührung: „Man wächst da nach und nach hinein.“

Nach dem Grundlehrgang erhielt sie mit 16 Jahren ihren „Piepser“ -  das Gerät, mit dem die Feuerwehrleute bei Notfällen alarmiert werden. Ihr erster Einsatz ist ihr noch gut im Gedächtnis: „Das war ein Kellerbrand, und es war ziemlich stark verraucht.“ In das brennende Gebäude dürfen Minderjährige aber noch nicht. Ihre Aufgabe war es, den Kollegen die Geräte zu bringen. „Dadurch ist man so beschäftigt, dass man gar keine Zeit hat, Angst zu haben.“

Führungsqualitäten testen
Völlig frei von Bedenken ist Marion bei ihren Einsätzen aber nicht immer. Einmal sei sie dabei gewesen, als die Freiwillige Feuerwehr die Kollegen der Berufsfeuerwehr beim Löschen eines Brandes in einer Tiefgarage ablösen musste. Als sie mit ihrer Atemschutzausrüstung die Treppe hinunter gestiegen sei, habe sie vor Rauch sehr bald nichts mehr gesehen: „Da denkt man sich dann schon, hoffentlich komme ich hier gut wieder raus.“

Allerdings sei es auch eine wichtige Erfahrung, eigene Grenzen zu überwinden. In solchen Situationen rufe sie sich stets ins Gedächtnis, dass sie gut ausgebildet sei und über eine hervorragende Ausrüstung verfüge: „Das stärkt das Selbstvertrauen, auch für andere Lebenslagen.“ Außerdem wisse sie, dass sie sich auf ihre Kollegen verlassen könne.

Die Fähigkeit zur Teamarbeit werde bei der Feuerwehr besonders geschult. Dabei kann man gelegentlich auch seine Führungsqualitäten testen – etwa als Trupp- oder Gruppenführer, dem mehrere Kollegen unterstellt sind.

Pluspunkte für die Karriere

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