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"Politik war nur ein Hobby"

In den Bundestag einzuziehen, hatte Florian Bernschneider eigentlich überhaupt nicht vor.

ABIQ: Ihrem Mandat als Bundestagsabgeordneter ging ein langjähriges, politisches Engagement voraus. Schon mit 16 Jahren haben Sie sich ehrenamtlich politisch engagiert. Wie kam es dazu?
Vor allem durch mein Engagement in der Schülervertretung. Damals und leider bis heute gab es eine Diskussion, welches Schulsystem besser sei: Dreigliedriges oder Gesamtschulen. Meine Haltung war, dass es darauf nicht ankommt und dass nicht die Schulstruktur über gute Bildung entscheidet, sondern motivierte Lehrer und Schüler in den Schulen.  Ich war also dafür, dass weniger die Politik als vielmehr die Schulen selbst entscheiden, wie sie sich strukturieren.

Diese Ansicht habe ich bei den Jungen Liberalen gefunden, bei denen ich 2002 eingetreten bin. Ein Jahr später bin ich Mitglied der FDP geworden. In der Schülervertretung hatte ich so zusagen auch meinen ersten großen politischen Erfolg. Es gab damals eine Diskussion darüber, ob die fünfte und sechste Klasse oder die Jahrgänge zehn und elf in eine Außenstelle verlegt werden. Die Schulleitung wollte, dass die Älteren umziehen, und ich war für die andere Variante.

Am Ende konnten wir uns mit unserer Position durchsetzen und ich habe gesehen, dass man eine Menge erreichen kann, wenn man sich engagiert.

ABIQ: Hatten Sie damals schon das Ziel einer politischen Karriere?
Nein, überhaupt nicht. Das war für mich ein Hobby. So wie andere Jugendliche gerne Fußball spielen, habe ich mich eben gern mit Politik beschäftigt. Mir ging es nur um die Inhalte, ich habe mir nie gedacht, ich will in den Bundestag. Anders kann man Politik denke ich gar nicht machen.

ABIQ: Mit 19 Jahren hat man Ihnen die Leitung des Wahlkampfs Ihrer Partei in Braunschweig übertragen. Ist es schwierig, sich als junger Politiker gegen die Älteren durchzusetzen?
In meiner Partei selbst spielte das Alter nie eine große Rolle. Es geht bei uns eben nicht darum, welches Geschlecht man hat, wo man herkommt oder wie alt man ist, sondern was einem zugetraut wird. Ich habe gezeigt, dass ich engagiert bin und man sich auf mich verlassen kann. Und anders als andere hatte ich auch nach dem Abi noch Zeit für diese Aufgabe. Also durfte ich das übernehmen.

ABIQ: Bevor Sie 2009 in den Bundestag gewählt wurden, war Ihre Arbeit
komplett ehrenamtlich. Wie viel Zeit haben Sie damit in etwa verbracht?

Schon eine Menge Zeit, ich tippe auf mindestens fünf bis zehn Stunden in der Woche. Aber ich habe das nicht als Last empfunden. Es hat mir ja Spaß gemacht, mich zu engagieren – auch wenn es viel Freizeit gekostet hat.

Westerwelle und der Studienabschluss

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