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Unentgeltlich, aber nicht umsonst

Timon auf dem Trainingsgelände des FC
Bayern in der Säbener Straße in München.

Sportverein, Pfadfinder und Feuerwehr – was bringt das Ehrenamt? Der 19-jährige Timon Pauls trainiert beim FC Bayern die Profis von morgen. Angefangen hat er mit 14 beim Sportclub Amicitia München, einem kleinen Verein. Franziska Enzmann, ebenfalls 19, leitet Jugendgruppen bei den Pfadfindern und die 29-jährige Marion Leibhammer ist mit 15 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten. Alle drei sind sich einig: Das Ehrenamt hat ihnen viel gebracht. Was man dabei lernt? Vor allem soziale Kompetenzen. Und die sind auch im Beruf gefragt.

Vom SC Amicitia zum FC Bayern
Immer wieder klatschen ihm kleine Jungs auf die Handfläche, die er ihnen lachend entgegen hält, während er über das Trainingsgelände des FC Bayern in der Säbener Straße in München läuft. „Hier sein zu dürfen, ist eine große Ehre“, sagt Timon.

Seit April trainiert er im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Sportjahrs bei dem Erstligisten die Jugendmannschaften im Alter von 8 bis 13 Jahren. Dabei trifft er prominente Spieler wie Philipp Lahm, bekommt die Strategiebesprechungen an der Taktik-Wand hautnah mit und holt sich regelmäßig Tipps von erfahrenen Profis. „Ich bekomme so viele Einblicke hier“, freut er sich.

„Fußball war schon immer mein Leben“, sagt er. Doch er wollte nicht nur spielen – er war auch bereit, sich für seinen Verein einzusetzen. Vor fünf Jahren war das der SC Amicitia im Münchner Stadtteil Gern. Dort sei er damals gefragt worden, ob er den Fußball-Kindergarten übernehmen wolle. „Dafür finden sich kaum Leute, es war wirklich Not am Mann“, erinnert er sich.

Einer der Gründe, weshalb er sich dafür entschieden habe, sei die Möglichkeit von Fortbildungen gewesen. Doch schon bald stellte er fest: Das Training mit den kleinen Jungs machte ihm sehr viel Spaß: „Die sind immer gut drauf.“ Das sei ansteckend, „wenn man selbst mal was schlechtes erlebt hat, vergisst man das sofort, wenn man die lachenden Kinder sieht.“ Was ihn außerdem motiviert hat: Man sieht bei den Kleinen sehr schnell Verbesserungen. „Am Anfang haben sie keine Ahnung, und nach drei Wochen wissen sie, was eine Ecke oder ein Freistoß ist.“

Verantwortung macht stolz
Schnitzeljagden und Zeltlager: Pfadfinder
Keine Zeit für Angst: die Freiwillige Feuerwehr
Pluspunkte für die Karriere

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"Politik war ein Hobby"

Florian Bernschneider engagiert sich seit seinem 16. Lebensjahr in der deutschen Politik. 2009 schaffte er es als Abgeordneter in den Bundestag. Wie seine Karriere verlief und was er jungen Menschen rät, die sich politisch engagieren wollen, verrät er im Interview.