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Deutsche Erfindungen, Teil II

Das Telefon – eine deutsche Spielerei
Heute wird der gebürtige Schotte Alexander Graham Bell als Erfinder des Telefons betrachtet. Er hat auch tatsächlich einen entsprechenden Apparat entwickelt und seine Idee 1876 sicherheitshalber patentieren lassen. Das war weise, denn seine Bell Telephone Company wurde zum weltgrößten Telefonkonzern, der heutigen AT&T.

Was dabei aber übersehen wird: Bells Telefon konnte kein einziges Wort übertragen! Das von dem deutschen Physiklehrer aus Frankfurt, Johann Philipp Reis, dagegen schon. Aus seinem 1859 entwickelten Apparat ertönten die ersten fernübertragenen Worte der Welt: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“. Vielleicht liegt es an der Fragwürdigkeit des Inhalts dieser Worte, dass seine Erfindung von
der Physikalischen Gesellschaft 1861 als „Spielerei“ abgetan wurde. Wenn die dort gewusst hätten…

Der Fernseher – Hier kommt Bewegung rein
Mattscheibe und Flimmerkiste haben viele Väter: Paul Nipkow erdachte 1883 eine Drehscheibe, die Bilder in Punkte zerlegen und wieder zusammensetzen konnte und Karl Ferdinand Braun erfand 1897 die Kathodenstrahlröhre. Philo Taylor Farnsworth entwickelte in der Folge das erste mehr oder minder voll elektronische Bildübertragungssystem, John Logie Baird gab dem Geschehen alsbald die Farbe und Manfred von Ardenne setzte mit der Verbesserung der Braunschen Röhre einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Fernsehgeräts.

Dank Nipkow, Braun und von Ardenne ist der Fernseher somit zwar zu einem guten Teil eine deutsche Erfindung, wurde aber dennoch keine deutsche Erfolgsgeschichte. 1936 flimmerten noch die Bilder von den Olympischen Spielen über die Bildschirme, dann stoppte der Zweite Weltkrieg die Serienproduktion des „Einheitsempfängers E1“. Die ersten Farbbilder sahen 1954 dann die Amerikaner.

Gut gegen Rheuma: Der Strandkorb
Sommerferien an der Ostsee: Dünen, Strand, Meer, Wind und mittendrin ein Strandkorb. Das Möbel ist eine Erfindung von Elfriede Mahlzahn aus dem Jahre 1882. Elfriede liebte den Strand des Ostseebads Kühlingsborn, litt aber unter Rheuma. Mit ihrem frisch erdachten Windschutz ging sie zum Rostocker Hof-Korbmacher Wilhelm Bartelmann, und ließ sich von ihm den ersten Strandkorb bauen. Nur ein Jahr später ging die Strandkorbproduktion in Serie und Wilhelm Bartelmann wurde der erste Strandkorbvermieter der Welt. Seine Konstruktion aus Weide, spanischem Rohr und Markisenstoff ist heute nicht mehr von deutschen Stränden wegzudenken.

Bis auf die Knochen: Röntgenstrahlen
Die Aufnahme von der Hand einer Frau, bei der die Knochen und der Ehering zu erkennen sind, sollte in die Geschichte eingehen. Die Frau war die Ehefrau des deutschen Physikers Wilhelm Conrad Röntgen. Dem gelang am 22. Dezember 1895 in den kellern des Physikalischen instituts der universität Würzburg diese Aufnahme – mit Hilfe seiner größten wissenschaftlichen Entdeckung: Den X-Strahlen, auch Röntgen-Strahlen genannt. Diese Entdeckung revolutionierte die Medizin und half bei weiteren wissenschaftlichen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, zum Beispiel bei der Erforschung der Radioaktivität. Für seine Leistung bekam Professor Röntgen 1901 den ersten Nobelpreis für Physik.

Erfindungen Teil III

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