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Bastian Bielendorfer: Lehrerkind - lebenslänglich Pausenhof

Cover

Der Autor Bastian Bielendorfer (27) ist in Gelsenkirchen geboren und studiert jetzt, nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium, Psychologie und lebt in Köln, wo er unter anderem Poetry-Slammer ist.

In Bielendorfers Roman geht es um seine Kindheit als Lehrerkind. Mutter und Vater sind Deutschlehrer. Bastian kommt dann auch noch ausgerechnet  auf das Gymnasium, an dem die Eltern unterrichten und erzählt jede Menge wirklich lustiger Geschichten. Zum Beispiel gleich am Anfang, als er nach glänzender mündlicher Abiprüfung nach Hause kommt:

Ich brüllte völlig außer mir: „Eins! Ich habe eine Eins!“
Mein Vater führte eine Ladung Erbsensuppe zum Mund und murmelte ein spektakulär gelangweiltes „Aha“. 
Normalerweise wäre das schon genug der Ehre gewesen, dass er seine Aufmerksamkeit vom Projekt „Suppe“ zu mir hin verlagerte, doch diesmal beugte ich mich seinem Diktat der liebevollen Ignoranz nicht.
Ich hatte gerade vor einem Gremium aus bärtigen Biologielehrern mein mündliches Abitur abgelegt, man hatte mich für meine Kenntnisse  über arktische Tölpelkolonien mit der Bestnote ausgezeichnet …

Bielendorfers Roman ist wirklich zum Totlachen. Vor allem, wenn er seine traumatischen Erlebnisse bei den Bundesjungendspielen schildert (keine Teilnehmerurkunde bekommen) oder die Situation, als seine Eltern es ihm ausreden wollen, mit der Freundin zusammenzuziehen. Bastians Vater wendet sich an Bastians neue Freundin Nadja:

"Also  nichts gegen dich, Nadja, aber es gibt nun mal drei Milliarden Frauen, also rein statistisch, und aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es einfach sehr unwahrscheinlich, dass man bei der dritten Freundin, also der dritten Frau von drei Milliarden, schon die Richtige gefunden hat.“
Mein Vater versuchte offenbar, seine Anstiftung zum Rudelbumsen mit ein wenig absurder Stochastik abzufedern.

Wer „Lehrerkind“ liest, muss sich darauf gefasst machen, laut loszulachen!

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