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Freiwilligenarbeit im Ausland

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Der Begriff Freiwilligenarbeit umfasst als eine Art Sammelbegriff verschiedene Möglichkeiten für junge und jung gebliebene Menschen, in Deutschland, aber vorrangig im Ausland eine gewisse Zeit unentgeltlich zu arbeiten. Alternative Bezeichnungen sind Volunteering bzw. soziales Engagement im Ausland, die vor allem auch wegen des „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ in 2011 noch zusätzlich an Aufmerksamkeit gewonnen haben.

So gibt es das sogenannte Volunteering, die englische Bezeichnung für eine Freiwilligenarbeit im Ausland. Meist handelt es sich um zeitlich befristete Projektarbeit mit einer Dauer von bis zu drei Monaten. Die Internationalen Freiwilligendienste können sogar bis zu eineinhalb Jahre dauern. Dabei handelt es sich um ehrenamtliche Dienste unter dem Dach einer kirchlichen, sozialen oder anderen Organisation, die den Freiwilligen ins Ausland entsendet. Auch das Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr und die Europäischen Freiwilligendienste gehören hierzu.

Welche Internationalen Freiwilligendienste gibt es?
Weitere Internationale Freiwilligendienste sind die Workcamps, die sozialen Zwecken und der Völkerverständigung dienen. Sie sind kürzer angelegt (üblicherweise zwei bis sechs Wochen Dauer) und richten sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren. Es gibt auch Programme für Jugendliche unter 18 Jahren und Programme für bis zu 35-Jährige.

Egal welche Variante der Freiwilligenarbeit man wählt, es gibt einige Gemeinsamkeiten. So geht es in erster Linie um soziale oder ökologische Projekte im Ausland, bei denen junge Menschen aus aller Welt in einem gewissen Zeitrahmen tatkräftig mithelfen. Dieses soziale Engagement nützt beiden Seiten: Die Projektverantwortlichen profitieren von der Arbeitskraft der jungen Helfer, diese wiederum von den wertvollen Erfahrungen, die sie dabei sammeln.

Private und berufliche Vorteile
Diese Erfahrungen betreffen einerseits die berufliche Sicht, andererseits aber auch die private Schiene. So lernen die jungen Menschen viele Leute aus anderen Ländern sowie deren Kultur und Sitten kennen, sie profitieren aber auch langfristig in Bezug auf ihre Persönlichkeitsentwicklung. Meist sind Absolventen eines Dienstes im Ausland anschließend offener, toleranter und selbstbewusster, was ihnen langfristig sehr nützt.

Das Auslandsjahr ist ein längerer Auslandsaufenthalt nach dem Abi

Ziele für das Freiwillige Jahr im Ausland gibt es auf der ganzen Welt.

In welche Länder kann ich gehen?
Einsatzmöglichkeiten gibt es natürlich auch im Inland, aber bevorzugt werden Ziele im Ausland: Dabei ist die Bandbreite enorm groß: Besonders viele Einsatzmöglichkeiten gibt es in ärmeren Regionen der Welt, also in Entwicklungsländern. Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika, Australien, aber auch viele Länder in Europa: Ziele gibt es fast überall auf der Welt.

Wenn sich ein junger Mensch für eine Freiwilligenarbeit im Ausland interessiert, sollte vor der Suche nach der Zielregion die Definition dessen stehen, was er konkret für soziale Tätigkeiten leisten möchte. Die Möglichkeiten sind vielfältig: So gibt es Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Betreuung und Gesundheit, Kinderbetreuung- und Unterricht, Tierschutz, Umwelt- und Naturschutz, Tourismus, Bau, Wirtschaft und Infrastruktur.

Bei der Freiwilligenarbeit geht es nicht um das Geldverdienen, sondern um den sozialen Aspekt und die Persönlichkeitsentwicklung. Reich wird mit Freiwilligenarbeit im herkömmlichen Sinn keiner. Normalerweise erhält man Kost und Logis vor Ort frei, verdient aber kein zusätzliches Geld. Dafür ist der Gewinn in anderen Bereichen umso größer. Die Arbeit kann der beruflichen Orientierung dienen, man entwickelt sich weiter, erweitert seinen Horizont und sammelt Pluspunkte hinsichtlich seiner beruflichen Entwicklung.

Voraussetzungen für Freiwilligenarbeit im Ausland
Nicht jeder kann „mal eben so“ in ein ausländisches Freiwilligenprojekt starten. Man muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die sich je nach Art des Projektes, je nach Land und Dauer sowie je nach Veranstalter beziehungsweise Arbeitgeber / Freiwilligenorganisation deutlich unterscheiden  können. Umso wichtiger ist eine gewissenhafte und gründliche Vorbereitung mit einer sehr umfassenden Zieldefinition seiner Freiwilligenarbeit.

  • Üblicherweise muss man 18 Jahre alt sein und fit genug, um psychischen und physischen Belastungen vor Ort standzuhalten.
  • Zudem sollten Bewerber tolerant, offen und wissbegierig sein und
  • zumindest die Sprache vor Ort ansatzweise kennen beziehungsweise ausreichend gute englische und/oder andere relevante Sprachkenntnisse vorweisen.

Dies ist auch ein weiterer positiver Effekt einer Freiwilligenarbeit im Ausland: man erweitert beziehungsweise erlernt „nebenher“ eine oder mehrere Sprachen.

Auf der einen Seite kann Freiwilligenarbeit weitgehend selbst organisiert werden, wenn man direkt an die Projektorganisationen im Zielland herantritt und entsprechende Kontaktdaten vorliegen, man kann es aber auch in bewährte Hände von speziellen Veranstaltern legen, die mit Sitz in Deutschland als eine Art Entsendeorganisation sowohl Planung als auch Abwicklung mit der Organisation vor Ort übernehmen.

Freiwilligenarbeit ist spannend und vielfältig, kann aber auch eine tatsächliche Belastung sein, die die Reisenden vorab unterschätzt haben. Umso wichtiger ist die gewissenhafte, langfristige Vorbereitung, um für sich persönlich sichergehen zu können, sein soziales Engagement im Ausland nicht vorzeitig abbrechen zu müssen.

Weitere Infos zu Freiwilligenarbeit im Ausland www.freiwilligenarbeit.de: Unabhängiges Infoportal zum Thema Freiwilligenarbeit mit weit über 100 Freiwilligenprojekten weltweit.

 
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