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Das „Lehrer-Sein“

Meine erste Unterrichtsstunde in einer Grundschule hat sehr viel Spaß gemacht.
Erste Unterrichtsstunde an chinesischer Grundschule.

Meinen ersten Unterricht durfte ich an einer High School geben. Hier sollte ich Grade 1 unterrichten, was im deutschen Schulsystem einer 10. Klasse entspricht. Weil die High School Schüler nur um wenige Jahre jünger sind als wir Freiwilligen selbst, sollte ich ganz besonders auf meine äußere Erscheinung achten. Das heißt konkret: keine Flip-Flops, bedeckte Schultern, bedeckte Knie. Und das bei 30 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit.

Als ich dann allerdings vor meiner ersten High School Klasse stand, war ich doch ganz froh über meine Kleidung. Ich fühlte mich entsprechend alt und erwachsen – schon fast wie ein richtiger Lehrer!

Mit meinen Schüler sang ich "if you are happy and you know it".
Die Schüler singen "if you are happy and you know it"

In der Unterrichtsstunde selbst ging es mir vor allem einmal um das gemeinsame Kennenlernen. Es war mir außerdem besonders wichtig, dass die Schüler viel Spaß hatten, um die Motivation für die kommenden Stunden mit mir zu erhöhen. Dafür hatte ich mir zwei kleine Spiele ausgedacht, bei denen die Schüler frei reden konnten und ich so gleich auch noch das Englisch Niveau der Klasse testen konnte.

Die Stunde hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und obwohl es den meisten Schülern doch noch sehr schwer fällt Englisch zu sprechen, war ich extrem positiv davon überrascht, wie viel Einsatz sie dennoch gezeigt haben!

So bin ich dann zuversichtlich in den nächsten Tag gestartet, an dem ich gleich zwei Grundschulklassen unterrichten sollte.

Anfangs dachte ich ja, dass mir das Unterrichten an der Grundschule viel leichter fallen würde als das Unterrichten an der High School….Doch falsch gedacht! 60 kleine Viert- und Fünftklässler, die seit gerade einem Jahr Englisch lernen, verlangen eben doch einiges mehr von ihrem Lehrer ab!

In meiner "extra class" stand auch das Zeichnen eines Monsters auf dem Plan.
Monsterbild der Schüler

"extra class" für etwa 10 Schüler

Nachdem ich also Erfahrungen in der High School und in der Grundschule sammeln durfte, stand noch eine weitere Unterrichtseinheit an. Für etwa 10 Schüler der Klassen 4 bis 6 sollte ich eine Art „extra class“ geben.

Hierfür wollte ich die unterschiedlichen Körperteile wiederholen. Da ich völlig frei in der Gestaltung des Unterrichts war, hatte ich mir außerdem überlegt, die Schüler ein Monster zeichnen zu lassen. Doch nicht irgendein Monster, sondern eines mit 4 Köpfen, 20 Augen, 3 Nasen, 5 Mündern, 6 Beinen, 4 Armen und 8 Fingern.

Diese Aufgabe hat sich zwar als ziemlich knifflig herausgestellt, aber gerade deshalb hat sie den Schülern riesigen Spaß bereitet!

 
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