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Kung Fu oder etwas durch geduldige Arbeit Erreichtes


Im Dezember besuchte Laura eine Kung Fu Schule in Gongcheng. Ein Gruppenfoto vor Ort darf da nicht fehlen.
Laura besucht eine Kung Fu Schule in Gongcheng

Gespannt betrete ich gemeinsam mit meinen Mitfreiwilligen Markus und Leon, das graue Gebäude neben dem großen Sportplatz. Hier soll sie also sein – die Kung Fu Schule Gongchengs. Nachdem wir einige Minuten unsicher durch die riesigen Gänge tapsen und dabei auf neugierig dreinblickende Jungs in roten Turnanzügen treffen, begrüßt uns schließlich der Leiter der Kung Fu Schule, Mr. Cheng. Trotz seines schlabbrigen grauen Turnanzugs und der Tatsache, dass ich etwa einen Kopf größer bin als er, habe ich bereits ein wenig Respekt vor ihm.

Wir werden von Mr. Cheng in sein Büro geführt und nehmen dort auf einem Sofa Platz. Unbeholfen versuchen wir uns auf Chinesisch zu verständigen, doch schließlich meint Mr. Cheng, wir sollen einen kurzen Moment warten.

Unterrichtet werden die Schüler von Kung Fu Meister Mr. Cheng.
Schüler während des Unterrichts

Ich bewundere die vielen Urkunden und roten Wimpel, die die hohe Bürowand zieren und frage mich, was genau dort wohl geschrieben steht. Als Mr. Cheng kurze Zeit später wieder im Raum steht, hat er eine junge, freundlich lächelnde Frau mit sich im Schlepptau. Sie erklärt uns, dass sie hier arbeitet und ein wenig Englisch sprechen kann. Wir erklären der jungen Frau, dass die beiden Jungs gerne Kung Fu lernen möchten und ich einfach nur neugierig bin und zugucken möchte.

Nachdem sie für Kung Fu Meister Mr. Cheng übersetzt hat, entgegnet dieser erneut etwas auf Chinesisch – viel zu schnell als das wir es verstehen könnten. An seinem Gesichtsausdruck können wir allerdings festmachen, dass er sich freut und seine Antwort positiv ausgefallen ist. Dann sagt er noch etwas, was wir sogar verstehen: „today look!“

Lauras Mitfreiwillige Leon und Markus werden vom Kung Fu Meister positioniert.
Markus und Leon im Unterricht

Fünf Minuten später stehen Mr. Chengs Schüler in ihren roten Turnanzügen aufgereiht hintereinander und bewegen sich auf sein Kommando: „Zou“, ruft er und eine weitere kraftvolle Bewegungsabfolge der jungen Schüler folgt. Die meisten von ihnen sind etwa 12 Jahre alt, die ältesten schätze ich auf etwa 16 Jahre. Und dann gibt es sogar noch vier Mädchen unter Mr. Chengs Schülern – das freut mich besonders.

Extrem beeindruckt von der Vorstellung sind nun auch Markus und Leon hochmotiviert und bekommen gleich einige Minuten Privatunterricht vom Meister. Die Schüler sind begeistert dabei die Körperhaltung der Jungs zu korrigieren, bevor sie schließlich zum Abendessen gerufen werden.

Für uns heißt es dann nach einem spaßigen Tag: „byebye“ und „see you tomorrow!“

 
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