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Leben in einer chinesischen Gastfamilie


Gemeinsam mit meiner Gastschwester und ihrem Opa besuchte ich ein Kloster.
Besuch im chinesischen Kloster

Mitte Januar standen für uns Freiwillige etwa 4 Wochen Schulferien an. Diese Zeit durften wir in chinesischen Gastfamilien verbringen, die aus allen Ecken Chinas stammen.

Ich verbrachte drei Wochen der Ferien im Nordwesten Chinas, in der Nähe Tibets, in Xining. Nach Xining wollte ich, da die Bevölkerung dort so multi-ethnisch ist. Neben den Han-Chinesen leben hier nämlich auch zahlreiche Tibeter, Mongolen und die Minderheit der meist muslimischen Salar. In Xining konnte ich deshalb nicht nur die größte Moschee Chinas bestaunen, sondern gleichzeitig auch das bedeutendste tibetisch-buddhistische Kloster Chinas, in dem noch immer zahlreiche Mönche leben.

Zugfahrt nach Qinghai

Ich freute mich sehr auf die Landschaft Xinings.
Die Landschaft Xinings

Schon auf meiner 34-stündigen Zugfahrt in die entfernte Provinz Qinghai durfte ich wieder einmal erfahren wie groß und vielfältig China ist.

Als ich mein Zugabteil betrat, traf ich dort ausschließlich auf verschleierte Frauen mit ihren Männern und Kindern, während ich in meiner ganzen Zeit in China noch keine muslimischen Chinesen kennen gelernt hatte. Meine Vorfreude auf Xining wuchs und ich war wahnsinnig gespannt darauf, ein mir bis jetzt ganz fremdes China kennenzulernen.

Bei meiner Gastfamilie

Gemeinsam mit meiner Gastfamilie kochte ich chinesische Dumplings´.
Kochen chinesischer Dumplings

Für die Zugfahrt hatte ich mir trotz der extrem langen Fahrtzeit anstatt eines Betts nur einen Sitzplatz gebucht. Ich dachte mir, wenn ich schon Zug fahre, dann möchte ich nun auch das volle Erlebnis – denn für Millionen von ausgewanderten Chinesen, ist dies tatsächlich die einzig erschwingliche Möglichkeit, für die Feier des Chinesischen Neujahrsfests zurück in ihre Heimat zu ihren Familien zu fahren. 

34 Stunden Zug fahren - hört sich ganz schrecklich an – war es jedoch überhaupt nicht: Tagsüber durfte ich interessante Gespräche führen, die mein Chinesisch auf die Probe stellten und nachts konnte ich problemlos mit dem Kopf auf dem Tisch schlafen.

In Xining durfte ich drei Wochen in einer extrem herzlichen Gastfamilie verbringen, die aus meiner 22-jährigen Gastschwester Jessica und ihren humorvollen Eltern bestand. Jessica ist nach der chinesischen Ein-Kind-Politik Einzelkind, wie auch all ihre Cousinen und Cousins, die ich dort kennenlernen durfte. Während meiner drei Wochen in Xining habe ich mich super mit Jessica verstanden und auch ihre Eltern sind mir richtig ans Herz gewachsen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich in einer chinesischen Familie so wohl fühlen könnte, da chinesische Umgangsformen doch so anders sind. Gemeinsam haben wir deutsche Pfannkuchen und chinesische Dumplings gekocht, einen Kurztrip nach Xian zur Terrakotta Armee unternommen und sogar ein leichtes Erdbeben der Stufe 4,1 erlebt….das war vielleicht ein Schrecken!

 
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