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Chinesen feiern gerne – zu meiner großen Freude


In diesem Monat standen gleich zwei Festivitäten auf dem Programm. Eine davon war das Kaki Fest, das jährlich im ländlichen Hong yan gefeiert wird. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

In Hong yan angekommen, wuchsen die großen Bäume mit den leuchtend orangenen Früchten, wo ich nur hinguckte. Mir wurde erzählt, dass etwa 90 Prozent der Kakis, die in China gegessen werden, in diesem Dorf geerntet werden. Nicht wenige Menschen waren gekommen, um sich das Spektakel rund um das Kaki Fest ebenfalls anzugucken. Neben zahlreichen Kaki Verkäufern, die ihre Früchte und anderen Gaumenschmaus auf kleinen Holztischen oder einer Decke auf dem Boden positioniert hatten, konnten Touristen außerdem eindrucksvolle Tänze und Gesang der verkleideten Dorfbewohner bestaunen. Besonders gut unterhalten hat mich ein Künstler, dessen Liedtext lediglich aus den chinesischen Wörtern für: „iss Kaki und bleibe gesund“ bestand. 

Das Panwang Festival

Die Parade zum Panwang Festival der Yao Minderheit in Shuibin.
Parade zum Panwang Festival in Shuibin

Ein anderes Fest, das ich in diesem Monat miterleben durfte, war das Panwang Festival, welches jährlich von der Yao Minderheit zelebriert wird. Gefeiert wird der Vorfahre und König der Yao, „Pahu“. Die Yao Minderheit ist hier in Gongcheng und Umgebung ganz besonders stark vertreten, weshalb meine Mitfreiwilligen und ich von einem verlängerten Wochenende profitierten. An unserem freien Tag sind wir deshalb ins knapp anderthalb Stunden entfernte Shuibin gefahren, um an den Pangwang Festivitäten teilzuhaben.

Dem König Pahu zu Ehren wurden an einigen Plätzen im Dorf Tische aufgebaut, die mit Opfergaben wie Kuchen und Früchten gedeckt waren. Eine kleine Parade lief dann, begleitet von den Klängen traditioneller chinesischer Flöten und Pauken, von Platz zu Platz, wo stets dieselbe eindrucksvolle Zeremonie wiederholt wurde: Ein Teil der bunten Parade hüpfte mit lautem Singsang und von krachenden Böllern unterstützt um die Opfergaben herum. Währenddessen wurden große Papierbögen verbrannt, die symbolisch für das Geld stehen, mit welchem dem König Pahu ein reiches Leben im Himmel ermöglicht werden soll.

Begegnung mit 104-jähriger Dame

Mein persönliches Highlight dieses Tages war allerdings die besondere Begegnung mit einer 104-jährigen Dame. Meine Mitfreiwilligen und ich konnten uns zwar nicht mit ihr verständigen, doch in ihrem Blick konnten wir lesen, wie glücklich sie darüber war, uns Ausländern zu begegnen. Sehr wahrscheinlich waren wir die ersten westlich aussehenden Menschen, auf die sie in ihrem langen Dorfleben gestoßen ist – so war sie sogar zu Tränen gerührt, als sie von ihrer aufgeregten Tochter für ein Foto mit uns positioniert wurde.

Die 104-jährige Dame war zu Tränen gerührt, als sie mit uns Ausländern ein Foto machte.
Begegnung mit einer 104-jährigen Dame
 
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