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Ausflug nach Jiahui


An jeder Station gab es eine andere Aufgabe für die Kinder.
Spielstation zum Englisch lernen

Spielend Englisch lernen!

Heute sind wir Freiwilligen ausnahmsweise einmal alle zusammen als Lehrer im Einsatz.

Unser Ziel ist die Middle School in Jiiahui, ein abgelegenes Dorf, in dem gewöhnlich nur mein Mitfreiwilliger Thorben wohnt und unterrichtet. Thorben und die Lehrer dieser Schule haben uns heute eingeladen, einen Nachmittag lang englische Spiele mit ihren Schülern zu spielen.

Die sehen nicht wirklich Nutzen darin, Englisch zu lernen – kein Wunder, denn aus diesem Dorf schaffen es nur etwa zehn Prozent der Schüler auf die weiterführende High School nach Gongcheng. Auch Reisen oder der Austausch mit anderen Ausländern, ist für kaum einen Schüler hier eine Motivation Englisch zu lernen, da das Reisen für die meist armen Familien in diesem Dorf schlichtweg unerschwinglich ist.

Wir wollen diesen Schülern heute zeigen, dass es trotzdem Spaß machen kann, Englisch zu lernen und haben uns dafür viele lustige Spiele ausgedacht.

Ablauf der Spiele

Durch die tollen Ideen der Kinder hatten wir viel Spaß an meiner Station.
Spaß an Lauras Station

Um diese Spiele zu spielen, haben wir die Schüler in kleinere Gruppen von etwa 20 Schülern eingeteilt. Diese Gruppen sollen im 15-Minuten Takt von Station zu Station wechseln. An jeder Station wird ein anderes Spiel angeboten, das jeweils von einem Freiwilligen betreut wird.

Ich stelle an meiner Station die Aufgabe Gegenstände zu suchen, für die die Schüler das passende englische Wort kennen müssen. Diese Gegenstände sollen sie dann möglichst schnell zur Station tragen und in einer Linie aufreihen. Ziel ist es, nach Ablauf von zehn Minuten, eine möglichst lange Kette vorweisen zu können.

Natürlich hat es mich riesig gefreut, dass das Spiel so gut bei den Schülern ankam. Gegenstände wie Bücher, Flaschen, Taschen und Mäppchen schleppte fast jedes Team an. Daneben hatten einige Teams aber auch besonders kreative Einfälle: Ein Team war so mutig, einen Tisch aus dem Lehrerzimmer zu entwenden. Ein weiteres brachte eine Lehrerin dazu, ihren Autoschlüssel zu verleihen. Ein anderes Team fing plötzlich an Grasbüschel aus der Wiese zu reißen. Besonders kreativ war außerdem ein Junge, der erst seine Schuhe auszog und dann plötzlich selbst auf dem Boden lag und grinsend mit starkem chinesischem Akzent rief: „boy, boy!“

 
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