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Jaguar-Dame Preciosa liebt Hugo Boss

Jaguardame Preciosa in ihrem Gehege.

Illegale exotische Haustiere auswildern
Im Taricaya-Reservat gibt es außerdem ein „Animal Release Center“, das es sich auf die Fahnen geschrieben hat, illegal gehaltene, exotische Haustiere, deren natürlicher Lebensraum der peruanische Dschungel ist, wieder auszuwildern. Das heißt: Die Tiere werden freigelassen. Das Jaguarweibchen Preciosa lebte ebenfalls lange Zeit in Gefangenschaft und wurde von den Mitarbeitern des Camps befreit. Heute darf sie in einem artgerechten großen Gehege herumspringen. „Sie ist fehlernährt worden und deshalb zu klein, außerdem ist sie schon zu alt zum Jagen, sie würde sich im Dschungel nicht mehr zurechtfinden“ erklärt Heidi. Deswegen könne man sie nicht mehr auswildern.

Das Schicksal Preciosas ging den Helfern so nahe, dass sie das Gehege des Jaguars verschönerten und mit vielen Spielanreizen gestalteten. „Jaguare riechen extrem gut, deswegen haben wir in ihrem Gehege Futter in einem Wasserrad versteckt und ganz viel mit Gerüchen gemacht. Besonders gerne mochte sie einen Duft von Hugo Boss“, sagt die 20-Jährige und lacht. Es sei schön gewesen zu sehen, wie die misshandelte Raubkatze wieder zu spielen begann.

Da habe sie gemerkt, dass ihre Arbeit auch wirklich Früchte trage und sinnvoll sei. Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass es sich bei Jaguaren um gefährliche Raubtiere handle, mahnt Heidi. Als sie sich einmal für einen kurzen Moment unaufmerksam an den Käfig des Jaguars gelehnt habe, habe sie Preciosa plötzlich von hinten angefaucht: „Da bin ich zu Tode erschrocken!“

Das Saubermachen von Tapirgehegen gehört auch zur Arbeit von Heidi.

Kuscheln mit Babyäffchen
Auch Affen werden in Peru unerlaubt als Haustiere gehalten, vor allem, wenn sie noch klein und süß sind. Sie würden den Leuten aber schnell über den Kopf wachsen, sagt Heidi: „Sie sind so anstrengend wie Kinder.“ Dann würden sie oft ins Camp gebracht und müssten dort lernen, im Dschungel wieder zu überleben, erklärt die 20-Jährige. „Man muss viel mit ihnen spielen und kann sie auf den Arm nehmen und mit ihnen schmusen“ schwärmt sie.

Ein ganz besonderes Erlebnis war es für Heidi, als eine große Gruppe Affen, die sie im Camp mitbetreute, wieder in ihren natürlichen Lebensraum entlassen wurde. Nach der Auswilderung werden die Affen noch ungefähr ein Jahr lang beobachtet: „Wir schauen, wie sie mit der neugewonnen Freiheit zurechtkommen.“ Das Alphamännchen der Affengruppe habe sich aber auch nach der Freilassung immer noch gern von den ehemaligen Betreuern auf den Arm nehmen lassen. „Am liebsten wäre er uns sogar zurück ins Camp hinterher gelaufen“ lacht Heidi. „Um das zu vermeiden, mussten wir ihn ablenken und uns wegschleichen.“

Allerdings sei nicht jede Aufgabe so schön wie die Arbeit mit den Affen gewesen: „Manchmal stand ich auch bis zu den Knöcheln in Tapirmist.“ Zuständig war Heidi nämlich auch für das Säubern der Käfige: „Aber das ist okay und gehört einfach auch dazu!“

Am liebsten Veterinärmedizin!

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