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Ausland mit Familienanschluss

Bild links: Mit den Kindern aus ihrer Gastfamilie, Libby (links) und Roman (mitte), sowie Madelyn, der Cousine der beiden (rechts), besichtigte Kim das Mount Rushmore Nationaldenkmal.

Als Au pair in Minnesota lernt Kim Lobert den Alltag der Amerikaner kennen
„Wegzugehen war schon immer mein Traum“, schwärmt Kim Lobert. Seit rund acht Monaten wird dieser Traum für sie Wirklichkeit. In ihrer Gastfamilie in Minnesota erlebt sie den American Way of Life und entdeckt das Land von einer Seite, die Touristen nicht zu sehen bekommen. Die 20-Jährige hat sich für den Klassiker unter den Auslandsaufenthalten entschieden: das Au pair-Jahr. Organisiert hat ihren Aufenthalt der Vermittlungsdienst Cultural Care Au pair.

Zeit zum Kennenlernen
Eigentlich wäre Kim gern schon während der Schulzeit ein Jahr ins Ausland gegangen. „Ich hatte mich über ein High School Jahr informiert“, erzählt sie. Während ihrer Recherchen habe sie aber auch viel über Au pair-Aufenthalte gelesen. Der Vorteil daran: Das ganze kostet in der Regel nichts. Unterkunft und Verpflegung sind frei, außerdem gibt es ein kleines Taschengeld.

Als Gegenleistung müssen die Au pairs auf die Kinder in ihrer Gastfamilie aufpassen und ein bisschen im Haushalt mithelfen. Aber gerade das empfand Kim als große Bereicherung: „Ich mag Kinder, das war perfekt für mich.“ Deshalb entschloss sie sich, die Schule erst einmal fertig zu machen und sich danach als Au pair in das Abenteuer Ausland zu stürzen. Seit März lebt sie nun in einer Kleinstadt in Minnesota: „Ich wollte nicht zwingend in eine große Metropole.“

Viele Au pairs ziehe es in Städte wie New York oder Los Angeles. Wichtiger als der Ort sei jedoch, dass man sich gut mit seiner Gastfamilie verstehe. Ihr Tipp: „Man sollte sich vorher Zeit nehmen, um sich kennenzulernen.“ Sie selbst habe in den zwei Monaten vor ihrer Abreise regelmäßig mit ihrer Gastmutter telefoniert und gemailt.

Smalltalk und Drive in
Der Aufwand hat sich gelohnt. „Ich bin total glücklich hier“, freut sich Kim. Die Amerikaner erlebe sie als freundlich und aufgeschlossen: „Überall sind die Leute neugierig und fragen sofort, wo man herkommt.“ Selbst beim Einkaufen ergäben sich Gespräche mit den Verkäufern. Doch dürfe man sich dadurch nicht täuschen lassen.

Bei Amerikanern habe eine Unterhaltung nicht unbedingt die gleiche Bedeutung wie für Deutsche: „Das ist Smalltalk, es wird nicht gleich eine Freundschaft draus.“ Insgesamt seien die kulturellen Unterschiede aber weniger gravierend, als sie erwartet habe. Einige Klischees hätten sich jedoch bewahrheitet – etwa, dass Amerikaner auch für sehr kurze

Strecken das Auto nutzen: „Manche fahren sogar zum Nachbarn.“ Überall gebe es Drive ins, sogar bei Banken, Apotheken und Cafés. Verbreitet sei außerdem Fastfood. Kim serviert dem dreijährigen Sohn und der fünfjährigen Tochter ihrer Gasteltern oft Tiefkühlkost und Fertiggerichte für die Mikrowelle zum Mittagessen: „Ich würde gern mehr kochen, aber sie mögen lieber Hot Dog und Macaroni Cheese.“

Outlets und Ein-Dollar-Kino

 

 
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