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Karriere-Knigge: Die Todsünden im Bewerbungsgespräch

Breitbeinig sitzen, Handtaschen mit Nieten, Lästern: Im Vorstellungsgespräch lauern viele Fettnäpfchen, die ihr bei eurer Bewerbung tunlichst vermeiden solltet. Hier einige Tipps, wie ihr euch im Gespräch erfolgreich und selbstsicher präsentieren könnt.

Falsche Körperhaltung, Gestik und Mimik

Körpersprache und Haltung werden meist unterschätzt. Ein Großteil der Arbeitgeber entscheidet innerhalb der ersten Minuten, ob ein Bewerber eine Chance auf die Stelle hat. Der erste Eindruck und die persönliche Ausstrahlung spielen also eine große Rolle. Bei einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, gleichzeitig selbstbewusst, aber auch offen und interessiert aufzutreten. Bereits die Begrüßung mit einem wohldosierten Händedruck sendet deutliche Signale aus. Augenkontakt zeigt ebenfalls Selbstbewusstsein, aber auch Interesse am Gespräch und am Gesprächspartner. Zu vermeiden ist nach Möglichkeit wildes Gestikulieren beim Sprechen: Das signalisiert nämlich Hektik.

Meist findet das Gespräch im Sitzen statt. Hier ist eine aufrechte, dem Gesprächspartner zugewandte und leicht nach vorn gebeugte Haltung ideal. Keinesfalls sollte man verkrampft auf seinem Stuhl kauern. Problematisch kann es auch sein, die Beine übereinander zu schlagen: Dadurch zirkuliert nämlich das Blut schlechter. Als Folge sinkt womöglich auch die Aufmerksamkeit des Bewerbers. Falls ihr trotzdem gerne in dieser Position sitzt, solltet ihr darauf achten, euch dem Gesprächspartner zuzuwenden.

Auch vom zu breitbeinigen Sitzen raten Knigge-Experten, wie Moritz Freiherr Knigge, ab: „Das ist eine männliche Machtdemonstration. Wer breitbeinig sitzt, nimmt sehr viel Raum für sich ein und demonstriert Platzhirsch-Verhalten. Eine zu lässige und prollige Sitzhaltung sollte also beim Bewerbungsgespräch vermieden werden, die Beine bleiben am besten locker geschlossen.“

Vor dem Gespräch hilft es übrigens, eine kurze Strecke sehr dynamisch zu gehen. Das bringt den Körper in Schwung und sorgt dafür, dass ihr engagierter wirkt. Positiv wirkt sich auch aus, vor dem Gesprächszimmer ein paar Mal kräftig ein- und auszuatmen. Auf diese Weise baut ihr einen guten Teil des Drucks und der Aufregung ab, die eigene Haltung wird aufrechter und die Stimme voller und fester.

Unpassende Kleidung

Ob leger oder formell: Kleidung prägt den ersten Eindruck nachhaltig und kann durchaus auch ein Statement sein. Welches Bewerbungsoutfit gewählt wird, hängt stark von Branche, Position und Auftreten des zukünftigen Arbeitgebers ab. Während der angehende Kundenberater in einer Bank mit Anzug und Krawatte sicher gut bedient ist, hat die zukünftige Grafikdesignerin in einer hippen Werbeagentur hier sicherlich mehr Spielraum. Eine Faustregel für den Dresscode könnte lauten: Angepasst, aber individuell.

Was tun, wenn man sich mit hohen Absätzen oder engen Hemdkragen absolut unwohl und verkleidet fühlt? Da hilft nur: üben, üben, üben. Geht vorher einmal in dem neuen Anzug oder den hochhackigen Schuhen aus. Dann bewegt ihr euch viel natürlicher darin und wirkt auch sicherer. Frauen sollten darauf achten, transparente Stoffe zu vermeiden, kein nacktes Bein oder übermäßiges Dekolleté zu zeigen und nicht zu steile Absätze zu tragen. Ein No-Go sind Stilettos: Ein schwankender Gang wirkt auf manche Männer vielleicht niedlich, aber alles andere als souverän auf den Arbeitgeber.

Simpsons-Krawatte, Ringelsocken und auch die Jeans sollten besser zuhause im Kleiderschrank bleiben. Kleidung ist ein Ausdruck von Wertschätzung – dem Arbeitgeber und mir selbst gegenüber. Deswegen: Kleidet euch lieber einen Tick konservativer als sonst.

Für Frauen, die nicht gerne Röcke tragen, bietet sich etwa ein Hosenanzug mit weißer Bluse an, vielleicht kombiniert mit einem schicken Tuch. Farbe ist durchaus erlaubt – sei es bei Hemd, Krawatte oder Schmuck und Accessoires. Aber bei aller Individualität ist dennoch Vorsicht bei Knallfarben und bunten Mustern geboten.

Unpünktlichkeit, schlechte Vorbereitung und Unehrlichkeit

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