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„Das Matching muss passen!“

Walter Feichtner ist Karrierecoach in München und berät auch Schüler in Sachen Bewerbung und Assessment Center
Karrierecoach Walter Feichtner gibt Bewerbungstipps

Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, hast du die erste Hürde zum Traumjob bereits überwunden – ein Grund zur Freude! Wie du herausfindest, ob du zum Unternehmen passt, erklärt unser Karriereexperte Walter Feichtner.

abiQ: Herr Feichtner, Sie machen sowohl Azubis und Abiturienten als auch Topmanager fit fürs Bewerbungsgespräch. Was sollten Berufseinsteiger besonders beachten, wenn die heißersehnte Einladung zum Vorstellungsgespräch eintrifft?
Walter Feichtner: Zuerst einmal sollte man sich freuen, denn im Schnitt erhält ein Unternehmen um die 100 Bewerbungen für eine Stelle. Von denen werden nur ungefähr fünf bis acht Bewerber überhaupt zum ersten Kennenlernen eingeladen. Dann gilt es, fleißig zu werden. Der Bewerber muss sich detailliert über das Unternehmen informieren: Wie viele Mitarbeiter gibt es? Wie geht es der Branche? Expandiert das Unternehmen und gibt es Produktneuheiten?

abiQ: Welche Fragen sollte man sich im Vorfeld selbst beantworten können?
Walter Feichtner: Zwei ganz wesentliche. Zum einen: „Was will ich in dem Unternehmen erreichen?“ und zum zweiten: „Welchen Nutzen kann ich dem Unternehmen stiften?“ Bei einem Azubi, der noch relativ unerfahren ist, könnte es der frische Wind sein, den er in die Abteilung bringt oder dass er kreativ ist und service- und kundenorientiert denkt.

abiQ: Gibt es Standardfragen, auf die sich jeder Bewerber vorbereiten kann?
Walter Feichtner: Man sollte auf jeden Fall eine kurze Selbstpräsentation halten können, in der man seine Motivation zur ausgeschriebenen Stelle umreißt. Klassiker sind Fragen wie: „Was sind Ihre Stärken / Schwächen?“ oder „Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?“ Bei der größten Schwäche sollte man etwas anführen, was mit dem Job nichts zu tun hat. Ein zukünftiger Teamleiter sollte zum Beispiel nicht sagen, dass er nicht zuhören kann. Am besten antwortet man auf diese Fragen selbstbewusst und betont, was man schon geleistet hat.

abiQ: Manchmal kommen provokative Fragen, wie sollte man hier reagieren?
Walter Feichtner: Auch hier gilt: So natürlich wie möglich bleiben. Auch bei Fragen wie: „Was war Ihr größter Misserfolg?“ kann der Bewerber glänzen, wenn er positiv bleibt. Man muss zeigen, dass man etwas aus der Situation gelernt hat und wählt dazu am besten ein Beispiel aus dem persönlichen oder schulischen Umfeld.

abiQ: Körpersprache verrät ja viel über einen Menschen. Was sollte man hier beachten?
Walter Feichtner: Der Bewerber sollte auf jeden Fall Blickkontakt halten. Hier gilt es, seine Gesprächspartner genau zu beobachten: Wenn der Personaler eine sehr zurückhaltende Art hat, darf man nicht zu offensiv in seiner Körpersprache sein. Ebenso sollte man vermeiden, zu breitbeinig zu sitzen oder die Arme verschränkt zu halten.

abiQ: Wir danken Ihnen für das Gespräch, Herr Feichtner!
 

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