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Der richtige Umgang mit dem Internet


So wird dein Social Media-Profil nicht zum Bewerbungskiller

Die Stellensuche ist eine Herausforderung an sich, zu der neben der richtigen Einstellung und Durchhaltevermögen auch eine gehörige Portion Glück gehört. Doch das alles hilft nichts, wenn sich die Bewerber durch unangebrachte Verhaltensweisen selbst ein Bein stellen – und das oft wider besseren Wissens. Welche Rolle spielen hierbei die Social Media-Profile? Hier einige nützliche Tipps von Florian Dyballa von der Berufsorientierungsplattform Schülerpilot.de.

Der richtige Umgang mit dem Internet spielt bei einer Bewerbung eine große Rolle.
Der richtige Umgang mit dem Internet muss beachtet werden bei einer Bewerbung

Social Media spielt in der heutigen Zeit eine sehr wichtige Rolle, und zwar nicht nur bei der Stellensuche, sondern auch bei der Erlangung einer Stelle. Zum Teil schon vor der Einladung zum Bewerbungsgespräch durchforsten Personaler und Chefs die Profile ihrer Bewerber in sozialen Netzwerken. Derzeit tut dies bereits jedes zweite Unternehmen.

XING und Linkedin

Am wichtigsten sind natürlich berufliche Netzwerke wie Xing oder Linkedin, aber besonders die eher privat ausgerichteten Profile wie Facebook, Instagram oder Twitter können dem Bewerber zum Verhängnis werden. Denn auch hier schauen die Arbeitgeber genau hin, was der potentielle neue Mitarbeiter von sich Preis gibt.

Denn eine kurze schriftliche Bewerbung ist nicht so aussagekräftig wie die Darstellung der Person im Internet. So kommt es häufig dazu, dass die Personaler Widersprüche zwischen dem Social Media Profil und den eingereichten Bewerbungsunterlagen finden. Dies kann dann unter Umständen direkt zu einer Absage führen.

Was gerne auch von Bewerbern unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass neben dem öffentlich zur Schau gestellten Konsum von Alkohol und Drogen und unangemessene Fotos auch falsche Grammatik ein Jobkiller sein kann.

Gute Ausdrucksweise

Die Ausdrucksweise der Kandidaten ist wichtig, denn mit dieser repräsentiert er natürlich später auch das Unternehmen. Inkompetente fachliche Äußerungen, Beleidigungen, Lästereien, unprofessionelle Nutzernamen und auch Rechtschreibfehler sind unbedingt zu vermeiden. Bei der Überprüfung der sozialen Profile eines Bewerbers interessieren Chefs sich weniger für die politischen Ansichten und veröffentlichten Fotos. Allerdings sollte man auch hier genau darauf achten, was man ins Netz stellt. Ausschlaggebend sind die fachliche Qualifikation, öffentliche Äußerungen zum Unternehmen oder deren Wettbewerbern, aber auch Hobbys oder private Aktivitäten.

Wichtig ist also darauf zu achten, was man Preis gibt, aber auch in welchem Stil. „Jugendsprache“ hin oder her, das ist dann oft nicht das Problem. Doch manchmal ist weniger eben „mehr“.

Allerdings: Wer gar nicht auf sozialen Plattformen unterwegs ist, fällt auch negativ auf. Social Media kann einem bei der Bewerbung bei einem Unternehmen aber nur helfen, wenn man es richtig verwendet. Der vorsichtige und richtige Umgang mit Social Media Plattformen wie Instagram oder Facebook ist bei der „Inszenierung“ seiner Person unabdinglich. Wer sich kommunikativ und kreativ im Netz darstellt, kann gegenüber seinen Mitbewerbern im Vorteil sein, dies muss aber auf eine professionelle Weise geschehen. Jeder Bewerber sollte Social Media Marketing für sich selbst betreiben, das heißt, für sich selbst im Netz werben und sich gut präsentieren, allerdings muss diese eigene Werbung ehrlich und nicht im Widerspruch zu den vorliegenden Bewerbungsunterlagen sein.

Ein vollständiges und sympathisches Profil auf den die beruflichen Zwecke betreffenden Netzwerken wie Xing oder Linkedin, aber auch auf Facebook oder Instagram, wirkt authentisch, und hinterlässt so bei den zukünftigen Arbeitgebern einen guten Eindruck.

Wichtig ist genau darauf zu achten, was du ins Netz stellst und auf deinen Social Media-Profilen veröffentlichst.
Auf Aussagen in Social Media-Profilen ist zu achten.

Privatsphäre-Einstellung

Da in vielen Unternehmen soziale Medien auch das Intranet und die E-Mail-Kommunikation ergänzen, sehen Personaler Bewerber, die gut mit diesen Kanälen umgehen, als geeigneter.

Eine Internet-Recherche in Vorbereitung auf Auslandsaufenthalte, Bewerbungen, Freiwilligendienst und vieles mehr ist heutzutage unverzichtbar. Wird konkretes Infomaterial vom Bewerber/Interessenten angefordert, verlangen manche Unternehmen und Institutionen, quasi sämtliche persönliche Daten preiszugeben. Viele User sind sich unsicher, wo hier die Grenzen liegen? Daten wie die Adresse, Telefonnummer, Email-Adresse, Alter gehören einfach zu einer Bewerbung dazu. Rechtlich ist es dem Arbeitgeber auch erlaubt, seine Bewerber vorab per Internet zu prüfen, allerdings darf es sich hier nur um öffentlich zugängliche Informationen handeln. Dies darf auch ohne die vorherige Genehmigung der betreffenden Person geschehen. Nicht erlaubt sind jedoch hinterlistige Methoden, wie zum Beispiel eine private Bekanntschaft vorzuspielen, um an Daten heranzukommen, die sonst nur für Freunde zugänglich sind. Daher ist es ganz wichtig, dass man seine Social Media Profile und den entsprechenden Privatsphäre-Einstellungen entsprechend pflegt. Obwohl man Facebook ja auch nicht umfunktionieren will beziehungsweise kann, und es ein eher privat ausgerichtetes Netzwerk ist, sollte man sich aber im Klaren sein, dass immer mehr Personaler hier genauer hinschauen, was der Bewerber oder auch der aktuelle Mitarbeiter so auf Facebook treibt. Das passiert ja selbst Erwachsenen, die bei Facebook Urlaubsbilder posten, aber eigentlich krankgeschrieben sind und deswegen gefeuert werden.

Fazit: Damit euch der falsche Umgang mit Facebook & Co. nicht zum Verhängnis wird, solltet ihr entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und nichts für alle sichtbar veröffentlichen, was euch später einmal negativ angekreidet werden kann. Denn einmal im Netz kann man selbst nach einem späteren Löschen nicht sicher sein, ob nicht doch noch irgendwie eine Kopie der Daten vorliegt.