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Beliebtes Revier: Die Polarwelt

Revierleiter Helmut Kern mit den Felsenpinguine in der Polarwelt (Foto: Tierpark Hellabrunn)
Die Polarwelt begeistert viele kleine und große Besucher

Anna hat den Umgang mit Tieren in die Wiege gelegt bekommen: „Meine Eltern haben beide in Hellabrunn eine Ausbildung zum Tierpfleger gemacht.“ Deswegen interessiere sie vor allem die Polarwelt als Arbeitsplatz, wo früher ihre Mutter gearbeitet habe. Wir gehen zusammen mit ihr in die Polarwelt, zu den beiden kalifornischen Seelöwen, Lenny und Luis. Bereits im Eingang riecht es stark nach Fisch, dem Hauptnahrungsmittel der zwei jungen Robben.

Wir sind hier im Kindergarten der Seelöwen, die von Azubi Barbara Ehrhard betreut werden: „Die beiden sind superschlau und können Kunststückchen machen.“ 2012 hatte sie das Glück, bei der Geburt einer Mähnenrobbe dabei sein zu dürfen und schwärmt: „Das war toll, dass ich ausgerechnet an diesem Tag da war!“

Mähnenrobben sind im Umgang sehr gefährlich, erklärt Barbara, man müsse die Robben immer alle im Blick haben, wenn man ihr Gehege betrete: „Einmal haben sie einfach die Tür zugedrückt und mich nicht mehr gehen lassen.“ Wie Menschen haben sie ganz unterschiedliche Charaktere, erzählt Barbara mit leuchtenden Augen: „Luis ist ein Schreihals und Lenny ist eher zurückhaltend.“ Als Anna mit einem Eimer voller Fische zu den Seelöwen geht, springen sie wild durchs Wasser. Barbara lacht: „Ja, die machen ganz schön Welle!“ Lebhaft springt Luis auf den Stein, der aus dem Wasser ragt und holt sich ein Fischstückchen nach dem anderen von Anna – Lenny schaut neugierig zu: Er wartet schüchtern, bis ihm ein Stück Makrele zugeworfen wird.

Ludwig und Temi im Elefantenhaus. (Foto: Tierpark Hellabrunn)
Die Elefanten sind sehr beliebt bei den Pflegern

Durch alle Kontinente des Tierparks

In der Ausbildung müssen die Azubis alle Reviere durchlaufen: Amerika, Afrika, Europa, den Kinderzoo, die Polarwelt und das Elefantenhaus. Die beiden letzteren sind sehr beliebt bei den angehenden Tierpflegern. In welches Revier sie später kommen, entscheiden die Mitarbeiter und Azubis gemeinsam, so Robert Müller, nachdem auch der Stellenplan berücksichtigt wurde: „Das Team muss zusammenpassen!“ und ergänzt: „Das Elefantenhaus ist sehr beliebt bei den Pflegern, weil man da viel direkten Kontakt zu den Tieren hat.“

Aber der Umgang mit den vier Tonnen schweren Dickhäutern sei nicht einfach, meint er. „Tierpfleger sind hier theoretisch immer in Lebensgefahr, deswegen tastet man in der Ausbildung langsam an, ob sich ein Azubi für das Elefantenhaus eignet.“ Wer als Pfleger zu den Menschenaffen wolle, müsse auf Zack sein, meint Robert Müller: „Die sind hochintelligent und wenn man sie von den anderen separieren muss oder hin- und hersperren, muss man aufpassen, dass sie einen nicht überlisten.“ Auch Seelöwen seien im Umgang „nicht ohne“ meint Robert Müller.

 

 

Nicht nur streicheln ist angesagt

„Gelernte Tierpfleger müssen auch Futtertiere töten können, selbst wenn sie Veganer oder extreme Tierfreunde sind“, sagt Robert Müller. Außerdem lernen die Azubis in den internen Schulungen der Schlachterinnung auch das Zerwirken, also Zerlegen, von ganzen Tieren wie zum Beispiel Rindern.

Das Motto „Der Kunde ist König!“ gilt auch in Hellabrunn. In der Ausbildung wird viel Wert gelegt auf das Gespräch mit dem Tierparkbesucher: „Die Azubis müssen sich auf dem Gelände auskennen und den Besuchern höflich antworten, aber diese auch in ihre Schranken weisen, wenn sie sich falsch verhalten – zum Beispiel an die Scheiben klopfen oder Grenzen übertreten.“

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