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„Deckschrubben macht Spaß!“

Von links nach rechts (obere Reihe):
Janne Wiese, Alexander Simler, Rudolf Hemetsberger, Moritz Piechowiak, Michael Skrzeczkowski (untere Reihe): Ole Klement, Philipp Wichmann, Laura Villamil

Zu den Aufgaben der Azubis zählen auch ganz klassische Arbeiten wie Deck schrubben und Farbe waschen. Allerdings habe das allen großen Spaß gemacht. „Das war wie in Filmen aus den 50er Jahren“, lacht Philipp.

Überhaupt sei der Zusammenhalt in der Gruppe, die sich ja erst kurz vor Abfahrt kennenlernte, sehr gut gewesen: „In Rostock haben wir gemeinsam einen Sicherheitskurs gemacht, da haben wir das erste Mal zehn Tage miteinander verbracht“, erinnert sich Philipp und ergänzt, „wir verstehen uns alle super!“

Kontakt halten mit E-Mails und Satellitentelefon

Trotzdem vermisst er nach der langen Zeit unterwegs natürlich seine Familie. Man könne aber per E-Mail und Satellitentelefon mit seinen Freunden und Angehörigen Kontakt halten, sagt Philipp. Allerdings sei gar nicht viel Zeit für Heimweh gewesen, denn „die Reise ist wie im Flug vergangen, weil man so viele neue Eindrücke bekommen hat“, erzählt er begeistert.

Als Mädchen allein unter Jungs? Keineswegs!

Unter den acht Azubis auf der Monte Tamaro waren auch zwei junge Frauen. Die 21-jährige Laura Villamil ist eine davon. Sie kommt aus Kolumbien und ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Auch in ihrer Freizeit ist Laura im Wasser in ihrem Element, denn sie segelt gern und begeistert sich fürs Kitesurfen. „An der
Schifffahrt finde ich einfach alles faszinierend“, schwärmt Laura.

Die Reede vor Paranaguá im Antlantischen Ozean in Brasilien.

Für sie ist Schiffsmechaniker keineswegs ein Männerberuf: „Frau Kapitän Fink hat uns viel beigebracht, der zweite nautische Wachoffizier war auch eine Frau und außerdem ist ein weiteres Mädchen unter den Azubis“, erzählt die 21-Jährige. Bei ihrer Arbeit stört es sie nicht, wenn sie dabei dreckig wird, „einmal haben wir im Maschinenraum die Zwischenböden von Schweröl gereinigt und haben geholfen, den Separator komplett zu zerlegen“, erinnert sie sich.

Dass es im Maschinenraum oft heiß und laut ist, darf für Azubis kein Problem sein. Neben Reparatur und Instandhaltung von Motoren und Anlagen steht auch Navigation auf dem Stundenplan: Mithilfe nautischer Instrumente beobachten Laura und ihre Kollegen die Schiffsdaten auf dem Radarschirm und der Kompassanzeige. „Wenn das Wetter es zuließ, durften wir Brückenwache gehen. Unter Aufsicht haben wir gesteuert oder den Kompass kontrolliert, ob wir auch die richtigen Koordinaten haben.“ Außerdem lerne man die Position des Schiffs zu bestimmen, um diese ins Schiffstagebuch eintragen zu können, erläutert Laura.

Auf Landgang in Hongkong und Taiwan

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