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Die Highlights der Ausbildung

Als angehende Kfz-Mechatronikerin lernt Ann-Kathrin viel Grundlegendes rund ums Auto.
Trotz Liebe zum Rennsport: Das Fahren überlässt sie lieber anderen

abiQ: Was waren die bisherigen Highlights deiner Ausbildung?

Ann-Kathrin: Im vergangenen Jahr nahm ich für meinen Betrieb, Mercedes Anders in Vechta, am Wettbewerb „Deutschlands beste Kfz-Mechatroniker“ teil. Voraussetzung war, dass ich die Zwischenprüfung abgelegt hatte und im Wettbewerb trat ich dann gegen andere Mechatroniker an. Wir mussten an zehn verschiedenen Stationen eingebaute Fehler in Fahrzeugen finden und eine Strategie entwickeln, um diese zu beheben. Obwohl da ausgelernte Gesellen dabei waren, wurde ich die drittbeste Kfz-Mechatronikerin Deutschlands.

abiQ: Du hast dich entschieden, neben deiner Ausbildung noch im Motorsport zu arbeiten. Was bedeutet dir das?

Ann-Kathrin: Meine Motorsportwochenenden sind für mich ein absolutes Highlight. Ich arbeite für das Team Attempto Racing im Porsche Carrera Cup Deutschland. Als Team bereiten wir die Fahrzeuge für den Renneinsatz vor. Bei dieser Arbeit fließt Adrenalin in mir, man fiebert unglaublich mit, das macht es aus. Man leidet, wenn etwas schief geht. Kommt das Auto auf dem Abschlepper von der Rennstrecke zurück, bedeutet das eine kurze Nacht. Man freut sich auch unglaublich, wenn die eigenen Fahrer gut sind. Wenn mein Auto, das ich mit vorbereitet habe, gut läuft, dann ist man als Mechaniker auch ein bisschen stolz.

Ein sorgfältiger Fahrzeugcheck ist vor dem Start unerlässlich.
Ein letzter Check und auf gehts auf die Rennstrecke

abiQ: Wie organisierst du die Ausbildung und deine Motorsporteinsätze?

Ann-Kathrin: Zum Glück habe ich mit Hauke Anders einen sehr verständnisvollen Chef. Ich reiche Urlaub für Donnerstag und Freitag ein. Mittwochabends lege ich mich früh hin, schlafe ein paar Stunden und fahre dann nachts zum Rennsportteam Attempto nach Hannover. Frühmorgens geht es dann Richtung Rennstrecke zum Porsche Carrera Cup.

abiQ: Reizt es dich, einmal selbst einen Rennwagen zu steuern oder arbeitest du lieber im Hintergrund?

Ann-Kathrin: Ich habe sehr viel Respekt vor dem Rennfahren. Wenn die Piloten mit fünf Zentimetern Abstand zum nächsten Auto durch die erste Kurve gehen, dann ist das schon krass. Das Rennfahren überlasse ich lieber anderen. Trotzdem macht es Spaß, einen 460 PS Porsche mal ins Fahrerlager zurückzufahren. Motorsport ist immer wieder ein Erlebnis, kein Tag ist wie der andere.

abiQ: Wo siehst du dich nach Abschluss deiner Ausbildung? Hast du konkrete Pläne?

Ann-Kathrin: Ich bin im Juli fertig und konnte wegen des guten Notendurchschnitts meine
Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen. Dann möchte ich Fahrzeugtechnik studieren und als Dateningenieur im Porsche Mobil 1 Supercup, eine Rennserie im Rahmenprogramm der Formel 1, arbeiten. Wenn ich später irgendwann eine Familie gründen will, wäre mein Traumjob in der Fahrzeugentwicklung.

abiQ: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für deine Zukunft!

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