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„Barbies fand ich immer doof“

Stefanie Schmedes (19), Mechatronikerin im 1. Ausbildungsjahr
Stefanie hat sich auf Messen nach Ausbildungsmöglichkeiten erkundigt.
Denise Hauser (19), Industriemechanikerin im 1. Ausbildungsjahr
Frauen haben in Technik-Berufen die gleichen Karrierechancen wie Männer.
Jessica Wolter (20), Duale Studentin Bachelor of Engineering Elektrotechnik, 3. Ausbildungsjahr
Jessica möchte später vielleicht noch einen Master machen.

Auf die Frage, warum sie einen klassischen Männerberuf ergriffen haben, sprechen die jungen Frauen gleich einmal Klartext: „Büroarbeit ist nichts für uns. Wir wollten unbedingt etwas Handwerkliches machen.“  Obwohl eine technische Ausbildung Frauen hervorragende Berufsaussichten eröffnet, sind Mechatronikerinnen und Industriemechanikerinnen oder auch Studentinnen in der Elektrotechnik nach wie vor Ausnahmen. Genau das will Vattenfall ändern. Denn vor allem weibliche Nachwuchskräfte brächten häufig ideale Voraussetzungen mit, sagt Michael Schallwig. „Viele Frauen verfügen über eine hohe soziale Kompetenz, beweisen Organisationstalent und Durchsetzungskraft“, so der Vattenfall-Ausbildungsleiter.

In seinem Büro trafen sich die zwei Azubis und die Duale Studentin zum Interview. Hier berichten sie euch von ihrem Start in die Traumberufe.

Stuzubi: Habt ihr euch eigentlich schon immer für Technik interessiert?
Denise: „Als meine Mutter damals mit Barbies ankam, sagte ich geh weg damit. Die fand ich schon immer doof. Im Kindergarten war ich immer in der Spielecke zugange, wo die Jungs sich trafen. Dort waren die besten Spielsachen.“
Jessica: „Ich habe mich schon früher immer lieber mit den technischen Spielzeugen beschäftigt und habe heute noch viel mehr Lego als meine Freunde.“
Stefanie: „Ich war immer dort, wo gebastelt und gebaut wurde.“

Stuzubi: Und wie ging’s euch dann in der Schule? War die Faszination für Technik dort immer noch so groß wie zuvor?
Jessica: „Ja. In Chemie konnte man immer viel selbst ausprobieren und tolle praktische Versuche machen.“
Denise: „Physik und regenerative Energieversorgung haben mich besonders interessiert.“

Stuzubi: Wann reifte der Entschluss, einen technischen Beruf zu erlernen?

Stefanie: „Für mich war schon immer klar,  einen technischen Beruf zu erlernen. Deshalb habe ich in der Oberstufe auch das Physikprofil gewählt und mich auf Berufsmessen, wie zum Beispiel der Stuzubi – bald Student oder Azubi, genau über mögliche Berufe informiert. Auch habe ich an Wettbewerben teilgenommen und an der HCU an einem Brückenbauprojekt teilgenommen.“
Jessica: „Mein Schülerpraktikum im kaufmännischen Bereich fand ich total langweilig. Ich habe auch das Physikprofil gewählt und an vielen interessanten Projekten (z.B. Bau und Betrieb unserer Solaranlage) und Wettbewerben teilgenommen. Mir war klar, dass ich ein technisches Studium machen wollte. Die Verbindung des Ingenieurstudiums mit einer Ausbildung zur Elektronikerin für Automatisierungstechnik, wie es Vattenfall anbietet, ist für mich ideal. So habe ich neben der Theorie an der HAW auch noch die notwendige Praxis, um auch alles wirklich verstehen zu können.“

Stuzubi: Was sagen eure Freunde und die Familie zu euren Berufsplänen?

Jessica: „Auch wenn ich beruflich einen ganz anderen Weg, als meine Eltern gehe – beide arbeiten bei einer Versicherung, finden sie es gut und unterstützen mich. Ich bin nun diejenige, die zuhause alles mögliche reparieren muss. Meine Freunde wundern sich manchmal und können gar nicht glauben, dass ich Elek-tro-technik studiere.“
Stefanie: „Alle finden es gut, fragen mich aber auch immer wie ich in dieser Männerdomäne klarkomme. Da kann ich nur sagen, dass ich mit Männern genau so gut klarkomme wie mit Mädchen.“

Karrierechancen, Highlights und Zukunftspläne

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Spannende Projekte fördern den Teamgeist

Zusätzlich zum Fachwissen spielt in der Vattenfall-Ausbildung Teamwork eine große Rolle. Diese Schlüsselqualifikation fürs Berufsleben können die Azubis in ihrer Juniorfirma YE@H schulen – beispielweise als Mitarbeiter der Azubi-Zeitung „Stromeo“ oder als Mitglied der Theatertruppe „Inkognito“.  Die Erfahrung der Ausbildungsleiter hat bewiesen: Wer Engagement zeigt, kann in den Projekten schnell Verantwortung übernehmen.