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Vom Berg in den See

Das Pumpenspeicherkraftwerk am Edersee deckt die Spitzen im Stromnetz ab.
Bild: E.ON / Rolf Sturm

Um Strom zu erzeugen, wird das Wasser vom Oberbecken auf dem Berg über Rohre in das Unterbecken, den “Affolderner See“ abgelassen, um damit die Turbinen zu betreiben. “Eines unserer Ziele ist es, den Wirkungsgrad und damit auch die Leistung immer weiter zu verbessern“, sagt Marius. Wenn er ausgelernt hat, wird es zu seinen Aufgaben gehören, die Anlage in Stand zu halten. Das bedeutet: Er wird Betriebsmittel warten und reparieren, aber auch neue Schaltschränke und Betriebsanlagen aufstellen.

Kreuz- und Wechselschaltungen an der Übungswand verdrahten

Bis Marius in der komplexen Anlage voll mitarbeiten kann, muss er aber erst noch Routine gewinnen. Anfangs bekämen die Auszubildenden eher einfache Tätigkeiten übertragen: „Wir montieren zum Beispiel Kabelkanäle und neue Leitungen.“ Grundlagen der Elektronik kann er an der Steckwand in seinem Betrieb, die eigens für Übungsaufgaben installiert wurde, ausprobieren. Dort verdrahtet er unter anderem Kreuz- und Wechselschaltungen und lernt so die Grundlagen eines jeden Elektronikers, aber auch den Aufbau wesentlich komplexerer Schalungen, die in einem Kraftwerk verwendet werden.

Doch noch an die Uni?

Interessant findet Marius auch, dass die Anlagen computergesteuert arbeiten. Theoretisches Wissen bekommt er außerdem in der Berufsschule vermittelt: „Wir lernen dort zum Beispiel wie Solar- und Kohlekraftwerke funktionieren.“

In seiner Klasse werde er gemeinsam mit Elektronikern aus verschiedensten Branchen unterrichtet. Nach seinem Abschluss hätte er daher die Möglichkeit, auch in Unternehmen aus ganz anderen Bereichen zu arbeiten. „Aber ich möchte gern hier bleiben“, betont Marius. Allerdings hat er vor, sich noch weiterzubilden und entweder eine Meisterprüfung abzulegen oder doch noch zu studieren. In Kombination mit einer praktischen, sinnvollen Tätigkeit wie im Wasserkraftwerk sei der Besuch einer Universität inzwischen für ihn denkbar.

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