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Turbinen in 300 Meter Tiefe

Marius Hüsken macht eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Bild: E.ON / Rolf Sturm

Wenn mittags die Hausfrauen in der Mitte Deutschlands den Herd einschalten, rauscht in den Pumpspeicherkraftwerken am Edersee viel Wasser den Berg hinab. „Zu den Spitzenzeiten des Energieverbrauchs fahren wir unsere Pumpspeicherkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 640 MW an“, erklärt Marius Hüsken.

Als Elektroniker im Wasserkraftwerk

Der 19-Jährige absolviert eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der  E.ON-Wasserkraft, in einem von insgesamt 110 Wasserkraftwerken. Die meisten dieser Kraftwerke sind Laufwasserkraftwerke, doch durch die Zunahme der erneuerbaren Energien und den Rückbau der Kernenergie müssen immer mehr  Regelkraftwerke gebaut werden, die Spitzen im Stromnetz sofort abdecken können.

Schneller als Kernkraft oder Kohle

Sein Fachabitur hat Marius zwar im sozialen Bereich absolviert, doch auch Elektronik hat ihn schon immer interessiert. Studieren sei für ihn aber noch nicht in Frage gekommen, sagt er: „Ich arbeite lieber mit den Händen, wenn man sieht, was man so alles schafft, macht das mehr Spaß und motiviert.“ Nun setzt er sein Talent fürs Praktische bei einer Tätigkeit ein, die Energie liefert und viele Haushalte versorgt: „Wasserkraft überzeugt mich, die ist schneller am Netz als andere Stromerzeuger.“

In seiner Ausbildung lernt Marius genau, wie die Anlage funktioniert und hat Zugang zu Bereichen, die anderen Menschen verborgen bleiben. Die Turbinen befinden sich im Berg, in etwa 300 Metern Tiefe. Hinunter führt eine etwa 800 Meter lange Straße, die mit dem Auto erreichbar ist. In dieser so genannten Kaverne, in der zwei riesige Turbinen mit einer Gesamtleistung von 480 MW stehen, kann genügend elektrische Energie erzeugt werden, um eine Stadt wie Frankfurt mit Strom zu versorgen.

Vom Berg in den See

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