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Viele Studenten brechen nach den ersten Semestern frustriert ab und finden ihr Glück in einer Ausbildung.
Viele Studenten sind von ihrem Studium frustriert.

Ausbildung: win-win-Situation für alle

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 2015 unter dem Namen „JOBSTARTER plus“ zahlreiche ähnliche Projekte. Viele davon haben sich eine Duale Berufsausbildung für Studienabbrecher auf die Fahne geschrieben. Davon profitieren beide Seiten, sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka: „Studienabbrechern bieten wir neue Karrierechancen durch eine berufliche Ausbildung. Kleine und mittlere Unternehmen bekommen weitere Möglichkeiten, ihren Fachkräftebedarf zu decken.“ Der Vorteil der Dualen Ausbildung: Die theoretische Ausbildung bringen die Studienabbrecher schon mit, jetzt fehlt nur noch der praktische Teil. Die Hochschule Wismar und ihr Verbundpartner RegioVision GmbH Schwerin mit dem Projekt „ask for change“ spricht beispielsweise die Studienabbrecher bereits an der Hochschule gezielt an und hilft ihnen, Zugang zu regionalen Betrieben mit hohem Fachkräftebedarf zu bekommen. Auch das Projekt „SWITCH – die Full-Service- Agentur“ der Stadt Aachen setzt auf die direkte Ansprache der jungen Menschen – und erweitert künftig die Liste der möglichen Ausbildungsberufe, um Studienabbrechern möglichst aus allen Studienfächern eine Ausbildung zu ermöglichen.

Studienabbrecher stehen hoch im Kurs

Ex-Jurist Paul kämpft jetzt erstmal mit seinem Frust. Er sagt Freunden und Bekannten, dass er freiwillig gegangen und Jura nichts für ihn gewesen sei. Was natürlich nicht stimmt. Er wollte immer schon Anwalt werden. Dieser Traum ist nun geplatzt - ein schreckliches Gefühl. Paul zieht sich immer mehr zurück, spricht mit kaum jemanden, sondern hängt stattdessen den ganzen Tag in Facebook ab. Dabei sehen die Zukunftsaussichten für Paul gar nicht so schlecht aus. „Studienabbrecher stehen hoch im Kurs“, sagt Thomas Hissel, stellvertretender Leiter der Aachener Wirtschaftsförderung. Denn sie stehen mit beiden Beinen im Leben, haben eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und bringen ein paar Semester Hochschulausbildung mit. Nach dieser Kombination lecken sich die Ausbildungsbetriebe natürlich die Finger. Hissel hat dieses Potential schon lange erkannt. 2011 hat er in Aachen ein Programm ins Rollen gebracht, durch das Studienabbrecher umsatteln können. Mit dem Programm „SWITCH“ können junge Menschen nach mindestens zwei Studiensemestern und 20 absolvierten Credit-Punkten eine Ausbildung im Schnelldurchlauf absolvieren. In 18 statt in regulär 36 Monaten. Für derzeit drei Ausbildungsberufe - Fachinformatiker, Industriekaufleute und Mechatroniker – gibt es dieses verkürzte Ausbildungsprogramm.

Facebook-Wettbewerb


Paul kommt der Zufall zu Hilfe: Er macht aus Langeweile bei einem Facebook-Wettbewerb der „Texterschmiede“ mit. Das ist eine der besten Akademien für Werbetexter in Deutschland. Völlig unerwartet lädt ihn die Akademie zu einem Vorstellungsgespräch ein und nimmt ihn – nach einem erfolgreichen Test - an. Während der Ausbildung findet Paul immer mehr gefallen am Texten für verschiedene Werbekampagnen. Vor kurzem hat er in Cannes den Silbernen Löwen gewonnen. Und so wurde aus Paul, der durchs Studium gefallen ist, Paul, der versilberte Werbetexter.

Weitere Informationen zu Projekten, die gezielt Studienabbrecher unterstützen findest du unter www.bmbf.de

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