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Immer neue Mischungen

Im Labor werden Test mit verschiedenen Lacken durchgeführt.

In ihrer Ausbildung lernt sie nun, wie Lacke beschaffen sein müssen, damit sie auf einem bestimmten Untergrund – etwa Holz oder Papier – am besten haften. „Es gibt Druck-, Wand- und Holzfarben“, erklärt Natascha. Ihre Aufgabe ist es, die beste Konsistenz und Haltbarkeit herauszufinden. Dazu gibt sie verschiedene Zusatzstoffe in den Lack, die anschließend in einer Maschine vermischt werden.

Welcher Lack für welchen Untergrund

Um das Ergebnis zu prüfen, bestreicht sie kleine Karten aus dem Stoff, für den der jeweilige Lack bestimmt ist. Bilden sich Schaumbläschen, Krater oder Löcher, probieren die Lacklaboranten eine andere Mischung aus. „Manchmal brauchen wir Wochen, bis wir die richtige Zusammensetzung gefunden haben“, berichtet Natascha. Aber gerade das ist für sie das Spannende an ihrem Beruf: „Jeder Lack ist anders.“ Deshalb sei ihr Arbeitsalltag immer abwechslungsreich.

Kundenwünsche auf Englisch

Wie die Lacke beschaffen sein sollen, teilen ihr die Kunden oft direkt mit, entweder per Mail oder telefonisch: „Sie sagen uns, was sie wollen, und wir versuchen dann, ihre Probleme zu lösen.“ Weil das Unternehmen international arbeitet und seine Produkte an Firmen aus aller Welt verkauft, finden der Schriftwechsel und die Gespräche meistens auf Englisch statt. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte deshalb nicht nur gut in Chemie sein, sondern auch eine Begabung für Fremdsprachen haben. Wichtig ist außerdem Mathematik, um die Mengen der Zusatzstoffe zu berechnen. „Vor allem Dreisatz brauchen wir oft“, sagt Natascha.

Die theoretischen Grundlagen für ihre Tätigkeit lernt sie an der Berufsschule. Auf Lacktechnik ist der Unterricht aber erst ab dem zweiten Ausbildungsjahr spezialisiert. Mit den Anforderungen an der Schule kommt Natascha gut zurecht. Nach ihrem Abschluss doch noch ein Chemiestudium anzuschließen, plant sie allerdings nicht: „Ich will in der Firma bleiben.“ Ihr Ziel sei es, übernommen zu werden und einen festen Arbeitsplatz zu bekommen.

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