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Die „Giftmischer“: Chemikant/in

Berufsausbildung zum Chemikant

Was haben Sprengstoff und Antibabypille gemeinsam? Auf den ersten Blick wohl nicht so viel. Schaut man aber in ihr Inneres, so erkennt man durchaus Ähnlichkeiten: Beide beinhalten chemische Stoffe. Freilich ist der Zündstoff einer Granate nicht wirklich gut mit einer kleinen Tablette vergleichbar, hergestellt werden aber beide in der chemischen Industrie. Daran beteiligt: Chemikanten.

Sie sind in die Produktion vieler verschiedener Stoffe involviert. So entstehen zum Beispiel Farben, Pflanzenschutzmittel, Pharmazeutika, Klebstoffe, Lacke oder Kosmetika unter ihren wachsamen Augen. Als Chemikant überwachst du den kompletten Prozess der Verwandlung von Rohstoffen in chemische Grundstoffe. Vom Leitstand aus bedienst du dabei eine automatisierte Produktionsanlage. Feste, flüssige und gasförmige Stoffe werden in verschiedene Behältnisse gefüllt und computergesteuert weiterverarbeitet. Deine Aufgabe ist es unter anderem, die Verfahrensabläufe zu überwachen, zu protokollieren oder Proben für Tests zu entnehmen. Dabei gelten genaue Vorschriften, die du kennen und befolgen musst. Auch lassen sich chemische Reaktionen nicht auf den praktischen Zeitraum von neun Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags an Werktagen beschränken. Solltest du dich also für eine Ausbildung in diesem Bereich entscheiden, musst du dir darüber im Klaren sein, dass viel Schicht- und auch Wochenendarbeit auf dich zukommen wird. In der Ausbildung wirst du mit verschiedenen Stoffeigenschaften bekannt gemacht, also mit Dingen wie Schmelzpunkten oder Brechzahlen. Du lernst, wie man durch Filtration (Klären) oder Sedimentation (Absetzen) Stoffe in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt oder sie mit anderen Stoffen zur Reaktion bringt. Darüber hinaus wirst du mit unterschiedlichen Messverfahren vertraut und erfährst, wie verschiedene Umweltschutzmaßnahmen durchzuführen sind.

Als Chemikant musst du stets auf dem neuesten Wissensstand sein. Und da Lernen ja bekanntlich leichter fällt, wenn man sich für etwas begeistern kann, ist Interesse an der Chemie unabdinglich, wenn du dich für eine Ausbildung zum Chemikanten interessierst. Auch ist sorgsames und vor allem genaues Arbeiten wichtig, denn nur, wenn die exakten Mengen gemischt werden, kann auch das Richtige dabei rauskommen.

Wo arbeitest du?

• Unternehmen der chemischen Industrie
• bei Produzenten von Kosmetika oder bei Unternehmen der Mineralölverarbeitung
• in Chemiefaserwerken
• in Betrieben der Farben- und Lackindustrie
• in Unternehmen der Pharmaindustrie oder der kunststoffverarbeitenden Industrie

Wieviel verdienst du?

Ausbildungsgehalt: ca. 650-920 Euro

Wo kannst du die Ausbildung machen? Schulen in deiner Region findest du hier.

Schulabschluss: Hauptschulabschluss (in der Regel aber immer häufiger Mittlere Reife oder Abitur)
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

 
 

Arbeitsalltag eines Chemikanten-Azubis

Schon in der Schule hat sich Marvin für Chemie als Leistungskurs entscheiden. Heute überwacht der 22-Jährige für die Hüttenes Albertus Chemische Werke GmbH in Hannover chemische Prozesse. Nach dem Abitur hat er eine Ausbildung als Chemikant begonnen. „Das ist sehr abwechslungsreich, fast wie beim Kochen. Man hat ein Rezept mit verschiedenen Zutaten, und daraus entsteht etwas ganz Neues.“ Doch die Vorgänge, die dahinter stehen, sind hochkomplex und äußerst spannend.

Mehr über Marvins Ausbildung zum Chemikanten

 
 
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Karriere im Labor

Der Umgang mit technischem Gerät gehört für angehende Chemikanten dazu.

Wer die Arbeitstechniken moderner Forschung und Entwicklung kennlernen will und sich ein breites Aufgabengebiet im Labor zutraut, ist als Azubi in der Pharma- und Diagnostikbranche genau richtig aufgehoben. Chemikant Stefan Kisser, 1. Lehrjahr, und Biologielaborantin Isabell Wevering, 2. Lehrjahr, berichten von ihrem Berufsalltag.

 
 

Weit weg von alten Labormaus-Image

Oxea bietet die Ausbildung zum Chemikanten an.

Die Chemie ist eine der Kernindustrien in Deutschland. Qualifizierte Ausbildung hat dort seit Jahrzehnten eine gelebte Tradition. Wer eine solide Ausbildung abschließt, darf sich auf eine positive Zukunft in der Chemiebranche freuen. So wie Patricia Lysson, die eine Ausbildung zur Chemikantin bei Oxea macht.