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Stylingtalente: im Stehen, in der Hocke und über Kopf!

Kaufanreize schaffen: Schaufensterdeko ist nicht nur ein toller Hingucker, sondern soll die Kunden auch ins Geschäft locken.
Gestalter für visuelles Marketing haben eine kreative Ader.

Du bist kreativ und handwerklich geschickt? Du hast ein Gespür für Farbe und Stilrichtungen? Dann könnte eine Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing genau das Richtige für dich sein. Hier beschäftigst du dich unter anderem mit vielen unterschiedlichen Werkstoffen, der Gestaltung von Texten und Grafiken, modernen Medien und visuellem Marketing. Stefanie O‘Murnain, Dekoleiterin im Münchner Modehaus Konen erklärt, was sich hinter dem Begriff visuelles Marketing verbirgt: „Wenn du im Handel, zum Beispiel in einem Modehaus arbeitest, inszenierst du Ware auf der Verkaufsfläche oder in den Schaufenstern. Die von dir gestalteten Blickfänge sollen Kunden inspirieren und zum Kauf anregen."

Physische Ausdauer ist gefragt


Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Ein Drittel verfügt über die Hochschulreife und fast ein Zehntel besitzt den Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in dualer Form statt. Das bedeutet, dass sie in den praktischen Teil im Betrieb und den theoretischen Teil in der Berufsschule unterteilt ist. Den betrieblichen Arbeitsalltag kann man sich etwa so vorstellen:

Nach Vorgaben von Vorgesetzten entwerfen Gestalter für visuelles Marketing Vorschläge für die Gestaltung von Räumen und Veranstaltungen. Dabei kannst du deinen eigenen Ideen freien Lauf lassen. Aus einer Vielzahl von Materialien, Gestaltungstechniken und technischem Zubehör suchest du dir eigenständig etwas Passendes aus und setzt die Entwürfe mit handwerklichem Geschick um.

Deine Arbeit ist jedoch nicht nur kreativ – sie erfordert auch physische Ausdauer. Im Stehen, in der Hocke, mit ausgestreckten Armen, über Kopf – Gestalter  für visuelles Marketing arbeiten in allen möglichen Körperhaltungen. Wenn du Objekte aufhängst oder Wandbespannungen anbringst, arbeitest du auch auf Leitern. Manche Schautafel ist nicht ganz leicht, muss aber dennoch an ihren Platz im Schaufenster gelangen. Lösungsmittelgeruch von Farben und Lacken begleitet dich bei vielen Tätigkeiten. Gestalter für visuelles Marketing müssen sich zudem darauf einstellen, dass sie bei der Arbeit in Kaufhäusern oder Schaufenstern ständig von Passanten und Kunden beobachtet werden.

Neben Handwerkzeugen und Kreativität spielt der Computer eine wichtige Rolle in deinem Beruf. Damit erstellen Gestalter für visuelles Marketing Entwürfe mit spezieller Zeichensoftware, ordern Materialien oder kalkulieren Kosten. Oft arbeitest du unter Zeitdruck, wenn die Dekoration für den Winterschlussverkauf oder für eine Sonderaktion unbedingt rechtzeitig fertig gestellt werden muss. Bist du für eine Einzelhandelskette tätig, kann dein Arbeitsbereich verschiedene Filialen umfassen: Nach identischem Muster dekorierst du alle Geschäfte. In diesen Fällen bist du oft auf Dienstreise.

Meist nur weibliche Bewerber

An einem Wochentag erarbeiten sich die Auszubildenden in der Berufsschule den theoretischen Hintergrund, den sie für die erfolgreiche Ausübung ihres Berufs benötigen. Der Unterricht, in dem selbstständiges Arbeiten im Vordergrund steht, ist in Lernfelder gegliedert. Du löst praxisorientierte Aufgaben, indem du die Durchführung betrieblicher Maßnahmen planst, die Ergebnisse überprüfst, bewertest und gegebenenfalls korrigierst.

Der Gestalter für visuelles Marketing ist das neu überarbeitete Berufsbild des einstigen Schauwerbegestalters oder Dekorateurs. Die Ausbildung dauert drei Jahre. „Überwiegend interessieren sich für den Beruf Frauen“, berichtet Stefanie O’Murnain. „Unter den Bewerbern, sind auch bei uns Schüler mit verschiedenen schulischen Qualifikationen.“  

Als Voraussetzungen, um in dem Beruf erfolgreich zu sein, nennt Stefanie O‘Murnain: „Kreativität, handwerkliches Geschick, Interesse an Mode und Trends, Teamfähig, Belastbarkeit, Offenheit für alles Neue.“ Gestalter für visuelles Marketing werden nicht nur im Einzelhandel, sondern auch beispielsweise in der Möbelbranche ausgebildet. Die Ausbildungsinhalte werden auf die entsprechende Branche abgestimmt.

(Stand: 18.02.2014)

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