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Dem Berufsleben auf der Spur

Sehr beliebt bei den kaufmännischen Ausbildungen ist auch der Kaufmann im Einzelhandel.

Zu denjenigen, die Großhandelskaufleuten ihr Handwerkszeug vermitteln, gehört Wolfgang Hiedl. Er ist ein besonnener Oberstudienleiter. als Chef der Berufsschule für Großhandels- und Automobilkaufleute in München hat er dieses Jahr 340 Absolventen ins Arbeitsleben verabschiedet. Einige von ihnen werden Rastislavs Kollegen werden. Hiedl ist stolz auf seine Schule, die in Mitten des geschichtsträchtigen Arials rund um den Königsplatz in München liegt. „Wir haben PCs und Beamer in jedem Klassenzimmer“, so der 63-Jährige.

Kaufmännisches Verständnis und Eigenständigkeit

Den angehenden Groß- und Außenhandelskaufleuten werden hier Fähigkeiten im kaufmännischen Rechnen beigebracht. „Es gibt jedoch keinen Matheunterricht“, bemerkt Hiedl, als wolle er rechenfaule Schüler nicht vergraulen. Eine „anständige Mittlere Reife“ genüge, um die erforderlichen Rechenszenarien zu bewerkstelligen.
Wert werde jedoch auf Eigenständigkeit gelegt.

Die Schüler müssen etwa Präsentationen entwerfen, Beratungsgespräche werden in regelmäßigen Abständen als Rollenspiele geübt. außerdem auf dem Lehrplan: Unterricht in Logistik, Im- und Export und im internationalen Warenverkehr. „Die Berufsschule ist aber absolut machbar“, sagt Rastislav.

Theorie und Praxis wechseln sich ab

Man brauche ein bisschen Interesse an wirtschaftlichen Themen und am Geschäftemachen sowie Spaß daran, mit anderen Leuten zu kommunizieren. Die Schul- und Praxisphasen wechseln sich bei der Ausbildung in Form von Blöcken miteinander ab. Das bedeutet: Ein paar Wochen lang wird in der Schule Theorie gepaukt. Die erworbenen Kenntnisse werden dann im Unternehmen angewandt, bevor der nächste Unterrichtsblock folgt. „Meistens ist das eine gute Sache“, sagt Rastislav.

Es habe zwar auch Situationen gegeben, in denen der Lehrplan nicht mit dem Berufsleben übereingestimmt habe. Das sei aber die Ausnahme gewesen: „Normalerweise kann man das Wissen, das im Unternehmen erlangt wird, in der Berufsschule vertiefen – und umgekehrt.“ In den praktischen Phasen durchlaufen die Azubis jede Abteilung ihrer Firma. „Dazu gehören Lager, Produktmanagement, Buchhaltung, Einkauf, Verkauf, Projektmanagement und Marketing.

Sogar in das Arbeitsfeld der Geschäftsleitung kann man einen Einblick gewinnen“, erzählt Rastislav. Je nach Größe und Bedarf des Unternehmens werde man in machen Abteilung häufiger, in anderen seltener eingesetzt. Die spätere Spezialisierung stehe den Azubis allerdings frei. „Das soll aber nicht heißen, dass die Unternehmen die auszubildenden einsetzen können wie sie wollen“, versichert Hiedl. Neben dem Lehrplan der Berufsschulen gebe es nämlich eine Ausbildungsverordnung für die Betriebe, die in einer Kommission von Vertretern der Schulen und Arbeitgeber entworfen wurde.

Kaufmännische Brille

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