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"Das Elektrogeschäft brummt"

Rastislav Kacanovsky bildet sich nach der Ausbildung zum Großhandelskaufmann an der Abendschule zum Handelsfachwirt weiter.

Als Rastislav zum Interview an der Pforte seines Unternehmens erscheint, wirkt er gut gelaunt, trägt eine legere, weiße Leinenhose und Espandrillos – passend zu dem weiß-orangen Gebäude, aus dem er kommt. „Das Elektrogeschäft brummt“, sagt der 24-Jährige. In der Tat sieht es so aus, als könnten sich Rastislav und seine Kollegen vor Aufträgen nicht retten.

Das Großraumbüro erweckt den Eindruck, als sei man in der Miniaturausgabe eines Call-Centers gelandet. Stets lächelnde Menschen sitzen hier, die Augen auf die Kundendaten am Laptop gerichtet, das Ohr an den Telefonhörer geklemmt. Doch Rastislav gibt zu: Nach dem Abschluss an der technischen Fachoberschule stand für ihn erst einmal ein großes Fragezeichen. Was machen? Was nun? Wie entscheide ich mich richtig?

Etwas später, da lag dann wenigstens ein ausgefülltes Bewerbungsformular für ein Dualstudium zum Handelsfachwirt an der europäischen Hochschule in Köln vor ihm – mit Tintenkiller dutzend Male korrigiert. Es fand nie den Weg in die Postämter und verschwand im hintersten Eck irgendeiner Schublade. Letztlich waren es seine kommunikative Ader und seine Affinität zur Elektronik, die ihn dahin brachten, wo er hinwollte: In den Innendienst eines der größten Lieferanten für Elektrotechnik.

Er entschied sich für eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, die er vor drei Jahren erfolgreich abschloss: „Ich hatte ein ganz gutes Gefühl bei der Wahl dieses Berufs. Technik und Kommunikation, das waren Dinge, mit denen ich was anfangen konnte“, sagt Rastislav heute. Er betont aber auch, dass er wohl schneller als erwartet „auf dem Hosenboden gelandet“ wäre, wenn er sich nicht so gründlich mit der Berufswahl auseinandergesetzt hätte. Nun ist er der Vermittler zwischen Herstellung und Handel.  Anders als der Einzelhandelskaufmann verkauft der Groß- und Außenhandelskaufmann nämlich nicht das Endprodukt an den Konsumenten. Seine Kunden sind vielmehr Firmen, die das Endprodukt fertigen. Ihnen bietet er die Bauelemente dafür an, in großen Stückzahlen.

Als Zwischenhändler greift er dem Produzenten logistisch unter die Arme, indem er ihm die Vertriebsarbeit abnimmt: „Im Großen und Ganzen spart sich der Hersteller die Lagerung und Lieferung der Ware und den logistischen Aufwand, der dahinter steckt“, erklärt Rastislav. Dem Händler liefert der Großhandel die gewünschte Ware schneller und zu besseren Konditionen, als es der Produzent je könnte: „Ziel ist es, dem Kunden ein breites Warensortiment zu moderaten Preisen zur Verfügung zu stellen. Und das rund um die Uhr.“

Dem Berufsleben auf der Spur
Kaufmännische Brille
Irgendwann ab zum Großkunden

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