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Ein Blick für Zahlen

Kundengespräche mit deutschen und ausländischen Kunden stehen auf dem täglichen Programm.

Ist die Differenz zu groß, müssen die Verkaufspreise angepasst werden. Auch die technische Ausrichtung ihres Betriebes bereitet ihr keine Mühe. Die Funktionsweise der Werkzeuge für Metallbearbeitung, die ihre Firma verkauft, habe sie immer besser verstanden: „In der Ausbildung gab es dazu viele Schulungen.“ Zudem gewöhne man sich an die Produkte, wenn man sich täglich mit ihnen befasse. Anfangs habe sie sich zwar gedacht: „Ist das viel, und ich habe keine Ahnung.“ Inzwischen kenne sie sich jedoch gut mit allem aus.

Produktschulungen, Rechnungswesen, Wirtschaft

Nicht ganz leicht gefallen ist ihr dagegen zunächst das Fach Rechnungswesen in der Berufsschule, bei dem man lernt, wie man Konten bucht und Bilanzen erstellt: „Das ist wie Mathe.“ Jedoch gibt sie zu: „Ich haben das am Anfang zu locker genommen.“ Weil eines auf dem anderen aufbaue, sei es schwer, wieder mitzukommen, wenn man einmal den Faden verloren habe. Daher rate sie jedem: „Man muss von Anfang an dranbleiben.“ Sie selbst habe sich nach einem schweren Start erst einmal hinsetzen und viel nacharbeiten müssen. Dann jedoch hätten sich ihre Erfolge deutlich verbessert, „und als ich es konnte, hat es auch Spaß gemacht.“

Interessant fand sie auch das Fach Wirtschaftsprozesse: „Da ging es um Verträge.“ Mit Gesetzestexten habe man jedoch nicht viel zu tun. Außerdem erfahren die Schüler im Unterricht, wie ein Betrieb funktioniert, welche Fristen es für Reklamationen gibt und was beim Versand zu beachten ist.

Immer wieder konnte Katharina den Schulstoff auch gleich im Arbeitsalltag anwenden: „Es ist gut, zu wissen, welche Rechte man zum Beispiel bei Lieferungen und Mängelrügen hat.“ Nicht in der Praxis ausprobieren konnte sie dagegen ihr Wissen über Bilanzen. „Das bedauere ich aber auch gar nicht“, sagt sie und lacht. „Nachdem Zahlen nicht meine Stärke sind, lag mir die Arbeit in der Buchhaltung nicht so sehr.“

Ein riesiges Angebot

Anders sah es im Einkauf aus: „Das war optimal.“ Bereits nach kurzer Zeit habe sie gewusst, dass sie in diesem Bereich bleiben wollte – und teilte dies ihren Vorgesetzen im Personalgespräch mit. „Wenig später habe ich ein Übernahmeangebot bekommen“, berichtet sie. Mit ihrer aktuellen beruflichen Situation sei sie nun voll und ganz zufrieden. Trotzdem blickt Katharina nach vorne.

Mittelfristig zieht sie eine Weiterbildung oder vielleicht sogar ein Studium in Erwägung: „Das Angebot ist riesig.“ Großhandelskaufleute haben unter anderem die Möglichkeit, den Fachkaufmann zu absolvieren, Bilanzbuchhalter zu werden oder Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Was sie in Angriff nehmen will, hat Katharina noch nicht entschieden: „Ich bin ja noch jung und habe Zeit.“ Bevor sie sich wieder der Theorie widmet, möchte sie erst einmal in ihrem erlernten Beruf weitere Erfahrungen sammeln.

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