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Engländer sind lockerer

Im Einkauf telefoniert Katharina Musan regelmäßig mit internationalen Kunden.
Als Kauffrau im Groß- und Außenhandel erfährt Katharina Musan viel über andere Kulturen.

Dass sie Großhandelskauffrau werden wollte, wusste Katharina schon mit 15 Jahren. „Damals habe ich per Zufall ein Praktikum in diesem Bereich bekommen“, berichtet sie. Ein Kunde ihrer Schwester, die als Friseurin arbeite, habe ihr spontan angeboten, „das einfach einmal auszuprobieren“. Dabei hat sie festgestellt: Der Kontakt zu Kunden und Lieferanten und die Arbeit am Computer machen ihr Spaß. „Etwas Handwerkliches wäre nichts für mich gewesen“, erklärt sie.

Hinein geschnuppert hat sie auch in den sozialen Bereich und freiwillig im Altenheim gearbeitet, „dafür bin ich aber zu mitfühlend und zu sensibel.“ Ihr Bauchgefühl, eine Tätigkeit im Büro könnte das richtige sein, hat sich bestätigt. „Am Anfang meiner Ausbildung kam ich gleich an die Zentrale“, erinnert sie sich. Ihre Aufgabe: Anrufe entgegen nehmen und an den zuständigen Mitarbeiter weiterleiten. So konnte sie erst einmal alle Kollegen kennenlernen: „Das war gut,
ich wurde nicht gleich ins kalte Wasser geworfen.“

Schnuppern in alle Abteilungen

Danach arbeitete sie in jeder Abteilung des Unternehmens einige Monate mit. „Am besten hat es mir im Einkauf gefallen“, schwärmt sie. Besonders spannend sei der Kontakt zu den Lieferanten. Diese kommen nämlich aus dem internationalen Umfeld: „Ich habe mit den verschiedensten Charakteren und Kulturen zu tun.“ Auf Englisch spricht sie mit den Geschäftspartnern über die Beschaffenheit der Waren, Lieferzeiten und Preise. So oft wie möglich ruft sie bei den Unternehmen an: „Das ist mir lieber, als eine E-Mail zu schreiben.“

Im persönlichen Gespräch könne sie ihr Englisch nämlich besser vertiefen als im schriftlichen Austausch. Besonders interessant findet sie die kulturellen Unterschiede: „Wenn man mit Engländern telefoniert, beginnt das Gespräch oft mit einem Smalltalk“, erzählt sie. Sie werde sofort beim Vornamen genannt, und die Geschäftspartner erkundigen sich, wie es ihr geht: „Engländer sind viel lockerer als die Deutschen.“ Der Umgangston sei sofort herzlich und persönlich, „Hierzulande ist das nicht immer der Fall."

Englisch und Excel

Gut in Sprachen war Katharina übrigens schon in der Schule. Schwierigkeiten hatte sie dagegen in Mathe und Naturwissenschaften. Trotzdem kommt sie mit den Zahlen und Excel-Tabellen, mit denen sie regelmäßig arbeitet, problemlos zurecht. „Bei den Zahlen sieht man irgendwann intuitiv, wenn etwas nicht stimmt“, erklärt sie. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem, aktuelle Preislisten der Lieferanten anzufordern und die Umsätze auf Basis der neuen und der alten Preise zu vergleichen.

Ein Blick für Zahlen

 
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