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Halbwissen ist tabu

Das Telefon ist eines der wichtigsten Arbeitsmittel von Johann Mikhof.

Um ein Büro oder einen Laden erfolgreich zu vermitteln, sind allerdings genaue Kenntnisse des aktuellen Immobilienmarkts nötig. Alle drei Monate werden in Eskils Firma die Bestände überprüft: „Wir rufen die Eigentümer an und fragen sie, was schon vermietet ist und ob etwas Neues frei wurde.“ Überhaupt müssen Immobilienkaufleute viel telefonieren. Etwa 25 bis 30 Gespräche pro Tag seien normal, sagt Eskil.

Wichtig sei außerdem, die jeweiligen Quadratmeterpreise in den verschiedenen Vierteln der Stadt zu kennen und genau über die Ausstattung der Objekte wie etwa Stellplätze oder Kabelanschlüsse Bescheid zu wissen. „Wenn man Halb- oder Falschinformationen weiter gibt, nehmen einen die Leute nicht mehr ernst“, sagt auch Johann.

Anzug und Rückgrat

Die nötigen Kenntnisse eignen sich die Auszubildenden teilweise sogar außerhalb der Arbeitszeit an. Der Beruf erfordere viel Eigeninitiative. Aber gerade das sei eine Herausforderung.

Auch Eskil studiert in seiner Freizeit Marktberichte. Neben fundiertem Wissen sei außerdem Souveränität wichtig, erklärt er: „Die Leute, mit denen ich zu tun habe, sind nämlich meistens Geschäftsführer zwischen 35 und 55 Jahren.“ Zwar habe er Glück, da er etwas älter aussehe, als er tatsächlich sei: „Ich werde meistens auf 30 geschätzt.“

Wichtig sei aber vor allem, den Kunden „mit Rückgrat und Respekt“ gegenüberzutreten: „Dann bekommt man auch selbst Respekt entgegen gebracht.“ Auch angemessene Kleidung spielt eine Rolle. Anzug und Krawatte sind in der Branche Pflicht. „Anfangs war das für mich eine ganz schöne Umstellung“, gibt Johann zu. Inzwischen habe er sich aber daran gewöhnt.

Ein Anzug sei allerdings nicht gleichzusetzen mit steifem Auftreten: „Ganz im Gegenteil, man muss auch eine gewisse Lässigkeit an den Tag legen, um akzeptiert zu werden.“ Inzwischen habe er „ein gutes Gefühl dafür bekommen, wie die Kunden ticken“. Mit so vielen verschiedenen Menschen zu tun zu haben, finde er immer wieder spannend.

Unterwegs mit der Kamera

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