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Vom Armen- zum Inviertel

Bei ihrem dreiwöchigen Auslandsaufenthalt hat Alena Wilke auch einen zusätzlichen Abschluss erworben.

Angeschaut hat sich Alena den Wohnungsmarkt auch in der Praxis. Ausflüge in die Stadt waren Teil des Unterrichts. Besucht haben sie und ihre Mitschüler zum Beispiel die Docklands, ein ehemaliges Armenviertel der Stadt. „Jetzt wohnen da aber die Superreichen“, sagt Alena.

Teurere und kleinere Wohnungen
Unterschiede habe sie allerdings bei den Wohnstandards bemerkt. Die Häuser ihrer Gastfamilien und der ihrer Klassenkameraden seien im Durchschnitt nicht so gut ausgestattet wie in Deutschland: „Die Mittelschicht in London und im Umland kann sich Wohnungen, wie sie bei uns üblich sind, nicht leisten.“ Etwa seien die Häuser nicht so gut isoliert. Auch müssten die Familien mit weniger Wohnraum auskommen: „Sie leben ein bisschen beengter als bei uns.“ Dennoch werde ein größerer Anteil des Gehalts für Miete ausgegeben als in Deutschland.

Die Andersartigkeit des britischen Immobilienmarktes aus nächster Nähe mitzubekommen sei sehr spannend gewesen, schwärmt Alena. Viel gebracht habe ihr der Aufenthalt auch für ihre Sprachkenntnisse. Denn auch der Unterricht fand ausschließlich auf Englisch statt: „Vor allem mein Fachvokabular konnte ich erheblich verbessern.“

Größer und schneller
Getroffen hat sie sich in London auch mit einem ehemaligen Auszubildenden ihrer Firma, der nun in der britischen Niederlassung von BNP Paribas Real Estate arbeitet. Das Büro dort sei viel größer als in Hamburg, berichtet Alena. Jedoch sei in der Metropole alles größer, und vor allem schnelllebiger als hierzulande. Ein Beispiel dafür seien etwa die Rolltreppen: „Sie sind so schnell, dass man fast draufspringen muss.“ Auch das Gedränge in der U-Bahn sei mit Hamburg nicht zu vergleichen: „London ist eben eine richtige Weltstadt.“

Obwohl sie die Reise sehr beeindruckt habe, könne sie sich aber nicht vorstellen, dauerhaft dort zu leben, räumt Alena ein: „Ich glaube, das wäre mir zu anstrengend.“ Gebracht hat ihr der Auslandsaufenthalt allerdings auch etwas für ihre Karriere in Deutschland. Am College konnte sie nämlich einen zusätzlichen Abschluss erwerben. Dies sei vor allem von Vorteil, wenn man in Unternehmen mit englischsprachigen Geschäftspartnern arbeite: „Für mich hat sich das Auslandsprogramm sehr gelohnt.“

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