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Sich nicht verstellen

Nora Wimber in der Textilabteilung des Hauses.

Um all diesen Aufgaben gerecht zu werden, müsse man einen „guten Draht“ zu den Mitarbeitern aufbauen, erklärt Birger. Dazu gehöre auch, ein offenes Ohr für private Anliegen zu haben: „Wer will, kann auch mit Themen zu seinem Teamleiter kommen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben.“ Allerdings werde dies nicht von allen in Anspruch genommen: „Manche tun es, andere nicht.“ Respektiert werde auch, wenn jemand private Dinge lieber für sich behalte.

Wer von den Mitarbeitern akzeptiert werden wolle, müsse auf jeden Fall authentisch bleiben, erklärt Nora, die Teamleiterin im Augsburger Einrichtungshaus ist. Auch sie hat vor ihrer Ausbildung zur Handelsfachwirtin bereits ehrenamtlich erste Führungserfahrungen gesammelt. Als Jugendliche habe sie Ferienfreizeiten begleitet und dort die jüngeren Teilnehmer betreut, erzählt sie: „Mit 17 habe ich die Jugendgruppenleiterkarte erworben.“

Für andere gerade stehen

Auch in der Ausbildung habe sie schon sehr bald ihre Fähigkeiten als Führungskraft testen können. Von Anfang an habe sie es als „sehr spannend“ empfunden, den Mitarbeitern Aufgaben zu übertragen. Allerdings sei sie in der ersten Zeit manchmal auch etwas unsicher gewesen: „Da wusste ich noch nicht, wie ich die Arbeitsaufträge am besten formulieren soll.“ Profitiert habe sie in der Einarbeitungsphase davon, dass die Mitarbeiter häufig mit angehenden Führungskräften konfrontiert und mit der Situation vertraut seien: „Die Leute wissen, hier kommt jemand, der Verantwortung übernehmen will.“

Inzwischen habe sie jedoch Erfahrung: „Man muss immer höflich bleiben und die nötigen Erklärungen geben, dann klappt es.“ Besonders viel Freude habe sie daran, zu entdecken, worauf die Mitarbeiter Lust hätten und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Allerdings sei die gehobene Position auch eine Herausforderung: „Wenn die anderen Fehler machen, muss ich dafür gerade stehen.“ Stets müsse sie den Gesamtüberblick behalten und die Arbeitsergebnisse der ganzen Abteilung kontrollieren. Dies erfordere viel Konzentration.

Obwohl Sandra, Birger und Nora so schnell durchgestartet sind, sind sie übrigens noch lange nicht am Ende ihrer Karriereleiter angekommen. Alle drei haben gute Chancen, irgendwann einmal ein ganzes Einrichtungshaus zu leiten. Ewig warten müssen sie darauf aber nicht: Wer sich anstrengt, kann dieses Ziel im Handel schon mit etwa Anfang 30 erreichen.

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