Anmelden: Deine Vorteile
  • Persönliche Stellensuche
  • Magazin kostenlos bestellen
Jetzt anmelden
 

Alle Risiken im Griff

Ihr Arbeitsalltag in der Versicherung bietet Julia Track (links) und Janike Ahlvers (rechts) jede Menge Abwechslung.
hr Arbeitsalltag in der Versicherung bietet Julia Track (links) und Janike Ahlvers (rechts) jede Menge Abwechslung.

Unfälle, Diebstahl, Naturkatastrophen – Versicherungskaufleute sorgen dafür, dass Schäden ausgeglichen werden. Von ihrem jetzigen Traumberuf hatte Janike Ahlvers lange Zeit ein völlig falsches Bild. „Früher dachte ich, Versicherungsexperten arbeiten in einer Kammer mit Akten“, erzählt sie. Doch schon am ersten Tag ihres Praktikums hat sie festgestellt: Die Branche bietet viel Abwechslung. In ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen erfährt die 20-Jährige nun, wie hoch die Prämien sein müssen, damit die Schäden der Versicherten bezahlt werden können.

"Was Praktisches machen nach dem Abi"

Julia Track (19), die sich ebenfalls für den Beruf entschieden hat, ist gerade im Außendienst tätig. Dort erlebt sie aus erster Hand, wie Menschen bei Unglücksfällen geholfen wird. Eigentlich hätten Janike und Julia auch studieren können. Beide haben Abitur. „Nach zwölf Jahren Schule wollte ich aber etwas Praktisches machen“, erklärt Janike. Auch Julia hat sich für eine Ausbildung entschieden: „Nach dem Studium hätte ich die gleiche Situation gehabt wie nach dem Abi und nicht gewusst, wie es danach weitergeht.“ Ihr sei es lieber gewesen, die beruflichen Weichen sofort nach dem Schulabschluss zu stellen.

Das Versicherungswesen habe sich angeboten, weil ihr Vater in diesem Bereich im technischen Support arbeite. Erste Einblicke in die Branche bekam sie schon als Kind. Mit zehn Jahren nahm sie an einem Girls Day der Branche teil: „Damals klang das alles aber noch sehr kompliziert.“ Das änderte sich, als sie in der elften Klasse den Zukunftstag einer Versicherung besuchte. Dort zeigte sich, dass der Beruf der Kauffrau für Versicherungen und Finanzen wunderbar zu ihren Interessen passt: „Ich wollte etwas mit Menschen machen, und auch die Themen, sich zum Beispiel mit möglichen Naturkatastrophen zu beschäftigen, fand ich spannend.“

Vom Wasserschaden zum Praktikum

Janike kam durch ein Schulpraktikum in der neunten Klasse auf den Geschmack. „Viele Versicherungen bieten das für Abiturienten an“, berichtet sie. Auf die Idee gebracht habe sie ein Wasserschaden, für den die Hausratsversicherung ihrer Familie aufgekommen sei. „Unser ganzes Badezimmer war damals nass“, erinnert sie sich. Zwar habe sie zu diesem Zeitpunkt noch Bedenken gehabt, die Arbeit in der Versicherung könnte langweilig sein. Das allerdings war ein großer Irrtum, findet sie heute: „Schon das Praktikum war toll, wir waren mit den Azubis in allen Abteilungen unterwegs und durften sogar mit in die Berufsschule.“

Inzwischen arbeitet sie als Auszubildende gerade im Innendienst an der Auswertung von Prämien mit. Das bedeutet: Sie prüft, wie viel die Begleichung von Schäden in den vergangenen Jahren gekostet hat und schaut nach, ob die Beiträge der Versicherten ausreichen, um die Schadensfälle zu bezahlen. „Wenn wenig passiert ist, sinken die Beiträge“, erklärt sie.

Auch Realschüler haben gute Chancen

 
 
Suche