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Fachangestellte für Notare tauchen tief in die Materie ein

Fachangestellte für Rechtsanwälte und Notare haben nicht nur mit trockenen Gesetzen zu tun!

Auch Saskia hat sich schon als Schülerin mit dem Thema Recht befasst: „Ich habe eine Zeit lang überlegt, eine Ausbildung bei einem Rechtsanwalt zu machen.“ Nach einem Praktikum hat sie jedoch festgestellt: „Dafür bin ich nicht der Typ.“ Der Grund: Partei für einen der Prozessbeteiligten zu ergreifen und gegebenen Falles auch Straftäter zu verteidigen liegt ihr nicht. Mit ihrem Interessensgebiet beschäftigt sie sich nun trotzdem – allerdings auf einer neutralen Ebene. Sie hat sich für eine Ausbildung beim Notar entschieden.

Das bedeutet: Sie ist für Grundstücksverkäufe und Firmengründungen, für Testamente und Patientenverfügungen zuständig. Im Gegensatz zu den Fachangestellten für Rechtsanwälte kümmert sich Saskia relativ selbstständig um die Mandate: „Nur die schwierigen Fälle bespreche ich mit dem Notar.“ Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem, Entwürfe für Kaufverträge zu erstellen, Genehmigungen einzuholen oder Kostenrechnungen zu schreiben. „Der bürokratische Kram ist manchmal schon ein bisschen trocken“, gibt sie zu.

Spannend wird es für Saskia jedoch, wenn sie die Mandanten berät. Zunächst muss sie ihnen den Verfahrensablauf erklären – denn die meisten Menschen wissen nicht, welche Formalien bei Grundstücksverkäufen oder Testamenten anfallen. Dann holt Saskia die nötigen Informationen ein: „Oft ist den Leuten zum Beispiel gar nicht genau bekannt, mit welchen Schulden ihr Grundstück belastet ist.“

Außerdem muss sie im Vorfeld häufig erst einmal gemeinsam mit den Mandanten klären, was überhaupt ihr konkretes Anliegen ist. Das gilt auch für Testamentsangelegenheiten: „Die Leute erzählen mir zum Beispiel, dass ihr Neffe ihre Briefmarkensammlung bekommen soll, aber wer ihre eigentlichen Erben sind, wissen sie manchmal noch gar nicht.“ Das muss Saskia dann im Gespräch mit den Mandanten herausfinden. Und genau das ist es, was sie an ihrem Beruf so fasziniert: „Man hat sehr viel mit Menschen zu tun.“ Langweilig wird ihr deshalb nie.

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